FAQ Hilfsprojekte

Weshalb arbeitet die Glückskette fast ausschliesslich mit akkreditierten Hilfswerken zusammen? 

Die Glückskette ist ihren Spendern gegenüber verantwortlich dafür, dass die Gelder effizient und nachhaltig zugunsten der Opfer eingesetzt werden. Deshalb arbeiten wir mit Schweizer Hilfswerken zusammen, welche die Qualitätskriterien der Glückskette einhalten. Diese Hilfswerke sind erfahren und vor Ort gut vernetzt. Diese Hilfswerke werden zudem vertraglich in die Verantwortung genommen. Damit wird wiederum sichergestellt, dass das Geld dorthin fliesst, wofür es bestimmt ist. 

Wer entscheidet, welche Projekte finanziert werden? 

Die Projektkommission prüft, welche Hilfsprojekte der Partnerhilfswerke mit Glückskette-Spendengeldern unterstützt werden. Die aus unabhängigen Experten für humanitäre Hilfe (aus den Bereichen Gesundheit, Bauwesen und Wirtschaft), Vertretern der Partnerhilfswerke und Mitarbeitenden der Abteilung Projekte und der Direktion der Glückskette zusammengesetzte Projektkommission trifft sich zu diesem Zweck mehrmals jährlich. Jedes Projekt wird zuerst analysiert und anschliessend in der Kommissionssitzung ausführlich diskutiert. Danach fällt ein Gremium (Copro-Dec) innerhalb der Projektkommission den Finanzierungsentscheid.
Die Glückskette finanziert die bewilligten Projekte in Raten je nach Fortschritt und Zeitrahmen. Die Projekte werden auch regelmässig von internen oder externen und unabhängigen Experten vor Ort überprüft. Damit wird die Aufsicht über den zweckmässigen Einsatz der Spendengelder ist damit bis zum Abschluss eines Projektes gewährleistet. 

Wie wird sichergestellt, dass das Geld auch wirklich bei den Betroffenen ankommt? 

Das gesammelte Geld fliesst nicht sofort und alles auf einmal in die Hilfe. Die Hilfe wird sich über mehrere Jahre hinaus erstrecken. Also wird das Geld wie immer in solchen Fällen in Etappen eingesetzt und Auszahlungen durch die Glückskette für weitere Phasen erfolgen nur nach Kenntnisnahme von Ergebnissen der vorherigen Etappen. 

Wie wurde das Geld im Rückblick bei der Glückskette bisher eingesetzt? 

25 % der Spenden wurden für die Hilfe in der Schweiz eingesetzt (Sozialhilfe Schweiz, Kinderhilfe, Unwetter); 6 % kamen der Kinderhilfe im Ausland zugute (Ernährung, medizinische Betreuung, Schul- und Berufsbildung, Hilfe für Kinder in Kriegen und Konflikten) und letztlich 69 % für die Hilfe im Katastrophenfall im Ausland. 

Warum wird vor allem im Ausland geholfen (nur 25 % der Hilfe kam bisher der Schweiz zugute), wenn doch in der Schweiz genauso bedürftige Menschen sind (Wirtschaftskrise, Krankenkassenprämien, die ständig steigen etc.)?

Wir helfen sowohl als auch. Wir setzen uns auch in der Schweiz ein, jedes mal wenn ein grösseres Unwetter geschieht. Ausserdem gibt es einen Fonds «Sozialhilfe Schweiz» der Glückskette, welcher sich u.a. aus direkten Spenden und aus Zinsen grosser Sammelaktionen zusammensetzt. Die Glückskette hilft Menschen in der Schweiz punktuell und meist in Ergänzung zur Unterstützung öffentlicher und privater Sozialhilfeeinrichtungen mit einem einmaligen «Notbatzen», um eine vorübergehende Notlage zu lindern. 

Ist die Glückskette Zewo zertifiziert? 

Die Glückskette ist nicht Zewo zertifiziert. Die Stiftung Zewo (Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisationen) legt unter anderem fest, welches Hilfswerk wann sammeln kann (Sammelkalender). Die Glückskette kann sich dieser Vorgabe nicht unterwerfen, weil die sie zu dem Zeitpunkt sammelt, wenn eine Katastrophe stattfindet. Die Spenden werden dann für Projekte unserer Partnerhilfswerke eingesetzt.
Die Glückskette ist ausserdem kein operationell tätiges Hilfswerk, sondern ein Solidaritäts- und Sammelwerk, das seine Partnerhilfswerke finanziell unterstützt. Diese müssen Zewo zertifiziert sein, wenn sie sich bei der Glückskette akkreditieren wollen.
Die Glückskette unterscheidet sich aber z.B. auch in der Sammelmethode von den Hilfswerken: das heisst, sie verschickt keine «Sammelbriefe» und verwaltet deshalb auch keine Spenderadressen zu diesem Zweck. Alle übrigen Zewo-Regeln werden auch von der Glückskette eingehalten.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

  • Privatradios Pro
  • Keystone
  • Swisscom
  • SRG SSR

Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.