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60 Jahre Solidarität

  • 27.09.2006
  • Aktuell

Die Glückskette feierte ihren 60. Geburtstag: am 26. September 1946 strahlte Radio Sottens (heute: Radio Suisse Romande) die allererste "Chaîne du Bonheur"-Sendung aus. Sie galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Als Erfinder der Glückskette gelten der Radio-Reporter Roger Nordmann, der Entertainer Jack Rollan und der nachmalige Radiodirektor Paul Valloton. Gast in der ersten Sendung war Frau Juliette Hédiguer aus Avenches, die vorübergehend ein Waisenkind aus England bei sich aufgenommen hatte.

Die Sendung, die vorerst wöchentlich, später nur im Katastrophenfall und in unregelmässigen Abständen stattfand, wurde bereits im Oktober 1947 erstmals in der Deutschschweiz zugunsten der sogenannten Oelsoldaten ausgestrahlt und später auch in der italienischen Schweiz und zeitweise in ganz Europa übernommen. 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG SSR idée suisse initiierte Stiftung. Heute sind ihr auch zahlreiche Privatradios, Zeitungen und Online-Dienste angeschlossen: die Glückskette ist zur Solidaritäts- und Sammelplattform der Schweizer Medien geworden.

Bis heute hat die Glückskette in 115 Spendenaufrufen und Sammelaktionen rund 900 Mio Franken an Spenden erhalten. Die Gelder werden zu hundert Prozent für Hilfsprojekte eingesetzt. Die Glückskette selber finanziert sich über Zinsen gerade noch nicht einsetzbarer Spenden. Die von der Glückskette geprüften und bewilligten Projekte werden von zurzeit 32 akkreditierten Partner-Hilfswerken ausgeführt - diese können max. zehn Prozent Projektbegleitungskosten geltend machen. Damit ist die Glückskette die grösste und effizienteste Solidaritäts- und Sammelplattform der Schweiz. 1999 erhielt sie für ihre Arbeit den Internationalen Menschenrechts-Preis.

Zurzeit finanziert die Glückskette rund 300 Projekte in 46 Ländern im Gesamtbetrag von 245 Millionen Franken. Etwa 70 Prozent der Spenden werden für längerfristigere und nachhaltige Wiederaufbau-Projekte eingesetzt, je zirka 15 Prozent gehen jeweils in die Nothilfe und in Rehabilitations- und Übergangslösungen. Die Glückskette beschäftigt heute 16 Mitarbeitende auf zwölf Vollzeitstellen. Der Hauptsitz ist in Genf, in Bern und Lugano sind regionale Vertretungen.

Gemäss Statuten hilft die Glückskette "Menschen im Unglück und in Notlagen, unbesehen der Ursachen". Neben der Katastrophenhilfe hat die Glückskette seit ihrer Gründung auch eine permanente Kinderhilfe (für Projekte in ärmeren Ländern) und eine Sozialhilfe in der Schweiz für Familien und Einzelpersonen, die vorübergehend in eine finanzielle Notlage geraten sind.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

  • Privatradios Pro
  • Keystone
  • Swisscom
  • SRG SSR

Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.