Aktuelles

Humanitäre Themen und Medien

  • 15.11.2006
  • Aktuell

Wie berichten Medien über die Arbeit von Hilfswerken und über humanitäre Themen? Und machen dies Radio, Fernsehen und Zeitungen in der Westschweiz anders als in der Deutschschweiz? Im Rahmen des Jubiläums "60 Jahre Glückskette" fand in Freiburg eine Fachtagung zu diesen Fragen statt.

"Diese Unterschiede gibt es offensichtlich", kommentiert Christoph Büchi, NZZ-Korrespondent in der Romandie und Autor eines Buchs über den Röstigraben. "In der Westschweiz werden Hilfswerke mehr über Personen und Emotionen wahrgenommen, es wird auch eher Zeugnis abgelegt (témoigner) statt nüchtern berichtet". Auch Jean-Philippe Jutzi, Kommunikationsverantwortlicher bei der DEZA, meint, die Botschaften seien zwar dieselben, in der Art und Weise der Aufbereitung gebe es aber Unterschiede. Félix Bollmann, Direktor der Glückskette, hat beobachtet, dass eine Katastrophe zuerst in Frankreich als solche wahrgenommen werden muss, bis die Medien in der Westschweiz überzeugt aktiv werden.

 

Luciano Ferrari, Auslandchef beim Zürcher Tages-Anzeiger, hingegen glaubt, die Unterschiede zwischen Deutsch und Welsch lägen anderswo: "Zwar ist die Medienstruktur zwischen diesen Landesteilen unterschiedlich. Aber heute sind die Gegensätze zwischen arm und reich oder zwischen Stadt und Land wohl wichtiger."

 

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.