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Glückskette-Gründer Jack Rollan ist tot

  • 14.05.2007
  • Aktuell

Der Entertainer und Gründer der Glückskette Jack Rollan ist tot. Der Genfer starb am 3. Mai nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren. Sein Tod wurde erst am Freitag angekündigt, nachdem die Asche des Künstlers im engen Familien- und Freundeskreis in den Genfersee gestreut worden war, wie das Rollan selbst gewünscht hatte.

Jack Rollan links

Sein Sohn Jacques Plomb bestätigte am Samstag Meldungen verschiedener Westschweizer Medien über den Tod des Vaters.

Zur Streuung der Asche in den Genfersee im engsten Kreis hatte der alte Spassmacher die Anweisungen gleich selbst gegeben: "Ich will keine Kirche, keine Kathedrale, kein Fernsehen, Presse oder Radio. Ich will den See und sicher keine Heuchler und Nervensägen. Also sprecht nicht von meinem Tod vor dem endgültigen Adieu."

Als Louis Plomb geboren
Der Genfer Jack Rollan war am 3. März 1916 als Louis Plomb in Lausanne geboren. Nach einer Lehre als Fotograf stiess er mit 16 Jahren zum Theater, vorerst als Statist. Dort lernte er Gesang, dann Schlagzeug und wurde schliesslich Komponist, Humorist, Chansonnier und Schriftsteller. Seine grössten Erfolge feierte er aber als Radiomoderator, etwa mit der Sendung "Bonjour de Jack Rollan".

Vom Radiospiel zur Hilfsaktion
1946 lancierte er zusammen mit den Journalisten Roger Nordmann und Paul Vallotton ein neues Rundfunkspiel, das sich zur bedeutendsten medialen Hilfsaktion der Schweiz entwickeln sollte - zur Glückskette: Ein Hörer oder eine Hörerin äusserte einen Wunsch, und die Person, welche ihn erfüllen konnte, durfte in der nächsten Sendung ihrerseits einen Wunsch formulieren.

Neben Geld wurden Wolle, Holz, Trauben, Würste und anderes gespendet. Nach zwei Jahren übernahmen die Radiostudios Basel und Lugano die Idee, und bald erfasste die Begeisterung für die Sendung die ganze Schweiz. 1954 wurde die wöchentliche Ausstrahlung eingestellt, die Glückskette sammelte aber über Radio und Fernsehen weiter, wenn schwere Ereignisse dies erforderten. swissinfo

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

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13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.