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Japan – Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben

  • 05.03.2012
  • Medienmitteilungen

Am 11. März 2011 wurde Japan vom schwersten Erdbeben seiner Geschichte erschüttert. In der Folge überflutete ein Tsunami weite Teile der Nordostküste und führte im Atomkraftwerk Fukushima zur Katastrophe. Die Glückskette erhielt 18,8 Millionen Franken an Spenden und unterstützt nach der Nothilfe nun ein umfangreiches Wiederaufbauprojekt des Schweizerischen Roten Kreuzes und der Caritas: In einem ehemaligen Spital werden Unterkünfte und umfassende Betreuung für 100 bedürftige Betagte eingerichtet.

In der von der Katastrophe betroffenen Region im Nordosten Japans wurden mehr als 70 Prozent der Gebäude zerstört. Das Ausmass der Schäden und die Kosten des Wiederaufbaus übersteigen die Möglichkeiten der lokalen Behörden bei weitem. Für die Glückskette stand nach einer Evaluation vor Ort ein einzelnes grösseres Projekt, das innert kurzer Zeit realisiert werden kann und um den Betroffenen rasch zu helfen, im Vordergrund. In der betroffenen Region im Nordosten Japans leben viele ältere Menschen, die bei der Katastrophe alles verloren haben und in vielen Fällen auch nicht die Mittel haben, sich wieder eine neue Existenz aufzubauen. Sie sind im Moment in Container-Dörfern untergebracht. Deshalb fiel der Entscheid auf das frühere und beim Tsunami beschädigte örtliche Spital in Onagawa, das wieder instand gestellt und ein Teil davon als Altersheim umgebaut werden soll, womit auch die medizinische Versorgung für die älteren Bewohner gewährleistet ist. Es bietet 100 Menschen Platz und kann bereits im Mai bezogen werden.

Das Schweizerische Rote Kreuz und Caritas arbeiten gemeinsam als Konsortium für dieses Projekt mit dem Japanischen Roten Kreuz zusammen. Die Bauarbeiten sollen Ende April abgeschlossen sein. Die Glückskette beteiligt sich mit 15 Millionen Franken am Wiederaufbau.

Die Nothilfe in der Höhe von 1,7 Millionen Franken, welche direkt nach der Katastrophe von japanischen Partnern der Schweizer Hilfswerke geleistet wurde, war rund sechs Monate später abgeschlossen. Weitere Hilfsprojekte im Bereich Rehabilitation werden von der Projektkommission noch geprüft.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

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