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Medienmitteilung: Jahresbericht 2012: Mehr als 63 Millionen Franken für Hilfsprojekte eingesetzt

  • 03.06.2013
  • Medienmitteilungen

Die Glückskette hat im Jahr 2012 mit über 63 Millionen Franken weltweit 236 Hilfsprojekte mitfinanziert. Sie half damit in der Schweiz auch Menschen in finanzieller Not sowie Betroffenen von Unwettern mit einer punktuellen Unterstützung. Daneben hat die Glückskette unter anderem mit Spendenaufrufen für Syrien, Sahel und mit der Sammelaktion «Jeder Rappen zählt» über 18 Millionen Franken gesammelt.

Im Ausland hat die Glückskette mehr als 61,6 Millionen Franken für Hilfsprojekte ihrer 25 Schweizer Partnerhilfswerke eingesetzt und damit rund zehn Millionen Menschen unterstützt. In Syrien und im Sahel wurden die Spenden unmittelbar für die Nothilfe eingesetzt. In Haiti, Pakistan, Japan, Ostafrika und Lateinamerika wurden Wiederaufbau-, Häuser-, Wasser- und Gesundheits-projekte unterstützt. Experten, begleitet von den Projektverantwortlichen der Glückskette, führten in Haiti und Pakistan Projektevaluationen durch, um sich vor Ort ein Bild über die Fortschritte der Projekte zu machen und die gemachten Erfahrungen mit allen Partnern auszutauschen.

Hilfe in der Schweiz

Die Glückskette konnte 2012 im Rahmen der Sozial­hilfe Schweiz insgesamt 2’658 Personen in finanzieller Notlage mit 1’041’966 Franken unterstützen und zudem dank der permanenten Sammlung «Un­Wetter Schweiz» in sieben Härtefällen finan­zielle Unterstützung im Umfang von 339'225 Franken leisten.

Betriebskosten durch Geldanlageerträge gedeckt

Wie in den letzten 30 Jahren – mit Ausnahme von 2002, 2010 und 2011 – konnte die Glückskette ihre Betriebskosten mit Geldanlageerträgen decken. 2012 belief sich der Nettobetriebsaufwand auf 2,9 Millionen Franken, dem Finanzanlageerträge von 4,8 Millionen Franken gegenüber standen.

Ausgewiesene Reserven

Der Stiftungsrat der Glückskette hat 2012 der Konstituierung von klar auszuweisenden Betriebs-sowie Kurs- und Währungsreserven zugestimmt. Dieser Schritt erfolgte, da die Stiftung 2010 und 2011 aufgrund der schlechten Zinslage zum ersten Mal in ihrer Geschichte 2% der Spendengelder für die Deckung der Betriebskosten verwenden musste. Diese neu angelegten Reserven in der Höhe von 10,8 Millionen Franken setzen sich auch aus dem Anlageüberschuss 2012, sowie rückwirkend aus 2,5% der Sammlung Seebeben Asien 2005 und 3% aus der permanenten Sammlung Unwetter Schweiz zusammen. Dieses Übertragungsprinzip erhielt bei voller Offenlegung die Genehmigung des Revisionsorgans der Glückskette und ist in Einklang mit den Empfehlungen der eidgenössischen Stiftungsaufsicht. Damit haben die Reserven den vom Stiftungsrat bewilligten Höchststand erreicht. Falls 2013 wiederum ein Anlageüberschuss erzielt wird, fliesst dieser in die Unterstützung von Hilfsprojekten.

Schwerpunktthemen 2013: Qualität und Wirksamkeit

Qualität, Wirksamkeit und Messbarkeit sind laut dem Direktor der Glückskette, Tony Burgener, die Schwerpunkthemen für 2013. Dies widerspiegelte sich bereits in einem Seminar zum Thema «Cash Assistance» welches Ende April zusammen mit den in Jordanien involvierten Partnerhilfswerken durchgeführt wurde. Anfangs Oktober zieht man gemeinsam mit den Partnerhilfswerken in Haiti Bilanz und nimmt dabei vor allem die humanitäre Koordination, Minimalstandards beim Wiederaufbau sowie die Einbindung der lokalen Behörden und Begünstigten unter die Lupe. «Es wäre mehr als eine verpasste Chance, wenn man nicht die nötigen Lehren aus der geleisteten Arbeit in Haiti ziehen würde», meint Burgener.

30 Jahre Selbständigkeit

Die 1946 vom Westschweizer Radio ins Leben gerufene «Chaîne du Bonheur» wurde 1983 von der SRG SSR als eigenständige und unabhängige Stiftung in die Selbständigkeit entlassen. Damit begeht die Stiftung in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum, welches am 19. November in Bern gefeiert werden soll. Parallel zu diesem Jubiläum veröffentlichte der Verlag Labor & Fides anfangs Mai ein Buch mit dem Titel: «Une Suisse généreuse – Dans les coulisses de la Chaîne du Bonheur» über die Geschichte und Hintergründe der nationalen Spendensammelorganisation.

Diese und weitere Informationen können dem Jahresbericht 2012 der Glückskette entnommen werden. Der Jahresbericht ist kostenlos erhältlich bei Glückskette, 3000 Bern 14, kann per E-Mail (info(at)glueckskette.ch) bestellt oder als PDF unter www.glueckskette.ch heruntergeladen werden.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

  • Privatradios Pro
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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.