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Glückskette-Jahresbericht 2013: 52,4 Millionen Spenden

  • 02.07.2014
  • Medienmitteilungen

Die Glückskette sammelte im vergangenen Jahr mehr als 52 Millionen Franken für die Opfer des verheerenden Taifuns Haiyan auf den Philippinen, für Vertriebene und Flüchtlinge des Syrienkonfliktes sowie im Rahmen von "Jeder Rappen zählt 2013" für Kinder in Slums. Für 204 laufende Projekte weist die Stiftung in ihrem Jahresbericht 2013 Zahlungen von 48,8 Millionen Franken aus. In der Schweiz wurden 1121 Haushalte mit einem Notbatzen von durchschnittlich 1044 Franken unterstützt.

Mit einem Sammelergebnis von 52,4 Millionen Franken lagen die eingegangenen Spenden ziemlich genau im Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Die Sammlung zugunsten der Opfer des Taifuns Haiyan ging als sechstgrösste Sammlung in die Geschichte der Glückskette ein und dies nach den Sammlungen Tsunami in Südostasien 2004/05, Unwetter Schweiz 2000 und 2005, Erdbeben Haiti 2010 und Kosovo 1999.

Nothilfe und Nachhaltigkeit

Im Einklang mit ihrer Strategie setzte die Glückskette die Gelder in drei Bereichen ein und verbindet die Nothilfe mit dem Wiederaufbau und dem Bestreben nach Nachhaltigkeit. 40 % der Gelder wurden für die direkte Nothilfe und die Verteilung von Hilfsgütern nach der Katastrophe verwendet, 30 % für den Wiederaufbau von Häusern und Schulen sowie für Wasserprojekte und Latrinen und 30 % für Projekte zur Förderung der Ausbildung, Erleichterung einer Berufstätigkeit und der Verminderung der Risiken bei erneuten Katastrophen.

Über Tausend Notbatzen

Die Glückskette unterstützte im letzten Jahr in der Schweiz 1121 Anträge und half damit 2928 Personen mit einem Notbatzen, um vor allem Bedürfnisse in den Bereichen Gesundheit und Wohnen abzudecken. Insgesamt wurden dafür 1,2 Millionen Franken aufgewendet, ein Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Rund 50 % der unterstützten Personen waren Schweizer Bürger, die andere Hälfte setzte sich aus Einwohnern mit den Aufenthaltsbewilligungen B, C und sogenannten "Sans-Papiers" zusammen.

Verstärkte Qualitätssicherung

Das Jahr 2013 stand für die Glückskette auch ganz im Zeichen einer verstärkten Qualitätssicherung. Mittels Evaluationen in Haiti, Pakistan und Ostafrika sowie durch Seminare und Workshops in Haiti und in Jordanien hat die Glückskette gemeinsam mit ihren Partnerhilfswerken Resultate und Wirkung der Hilfe analysiert und wo immer angebracht Verbesserungen angeregt und eingeleitet.

Ausserordentliche Betriebskosten

Die Betriebskosten der Glückskette sind im vergangenen Jahr punktuell markant gestiegen, was auf eine Spezialaufwendung für die Pensionskasse und Postspesen für Spenden zurückzuführen ist. Die Kosten in der Höhe von 3,8 Millionen konnten zu mehr als 70 % mit den Gewinnen aus Geldanlagen abgedeckt werden, der Restbetrag wurde den bestehenden Betriebsreserven entnommen.

Zum Online-Jahresbericht 2013 »

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.