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Philippinen: Rasche Erholung nach dem Taifun Haiyan

  • 06.11.2014
  • Medienmitteilungen

Ein Jahr nach dem verheerenden Taifun Haiyan auf den Philippinen konnte sich die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten weitgehend erholen. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt die Projekte der Partnerhilfswerke der Glückskette. Doch die Bewohner von Tacloban, einigen abgelegenen Dörfern und schwer zugänglichen kleinen Inseln sind von den Folgen des Taifuns noch immer schwer betroffen.

Dank Projekten des Schweizerischen Roten Kreuzes, von HEKS, Medair, Solidar Suisse und Terre des hommes – Kinderhilfe konnten insbesondere auf den Inseln Samar, Leyte und Panay mehr als 6 500 Häuser wieder aufgebaut oder repariert werden. Vier Schulhäuser auf der Insel Batayan im Norden der Provinz Cebu werden momentan von Caritas wieder errichtet. Diese Bemühungen schliessen sich an die Nothilfephase an, während der mehr als 42 000 Haushalte mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt wurden. Auch wurden in dieser Phase Kits mit Werkzeugen und Material verteilt, sodass provisorische Unterkünfte rasch gebaut werden konnten.

Die Hälfte der Spendengelder eingesetzt

Von den 42,3 Millionen Franken, welche die Glückskette dank der Solidarität der Schweizer Bevölkerung gesammelt hat, ist bereits die Hälfte in Hilfsprojekte eingeflossen. «Es ist selten, dass die Spendengelder so rasch eingesetzt werden können. Grund dafür sind vor allem die Resilienz und Tatkraft der Betroffenen und die Fachkompetenz der lokalen Bevölkerung, wodurch die qualitativ hochstehenden Arbeiten unserer Partnerhilfswerke schnell voranschreiten konnten», betont Tony Burgener, Direktor der Glückskette, nach einem Besuch der Projekte im Archipel.

Projekte haben einen nachhaltigen Effekt

Neben den laufenden Wiederaufbauprojekten haben die Partnerhilfswerke der Glückskette auch Programme für wirtschaftliche Aktivitäten lanciert, um den am stärksten Betroffenen ein angemessenes und nachhaltiges Einkommen zu ermöglichen. «Diese Projekte entsprechen der Zielsetzung der Glückskette, dass humanitäre Hilfe einen langfristigen Effekt haben soll», erklärt Tony Burgener. Einige von der Stiftung kofinanzierte Projekte werden deshalb noch mehrere Jahre weitergeführt.

Herausforderungen der humanitären Hilfe in städtischen Gebieten

Trotz der insgesamt sehr positiven Ergebnisse leiden einige Gebiete immer noch stark unter den Folgen des Taifuns. In der Stadt Tacloban leben hunderte Menschen weiterhin in Zelten oder notdürftigen Unterkünften, und in einigen Dörfern sowie auf schwer zugänglichen kleinen Inseln ist immer noch keine substantielle Hilfe angekommen. Die Situation in Tacloban bestätigt die Erfahrung, dass die humanitäre Hilfe in städtischen Gebieten mit viel grösseren Herausforderungen verbunden ist als auf dem Land. Dafür gibt es diverse Gründe: Enorme Bedürfnisse, die jegliches Budget übersteigen; die Notwendigkeit, unzählige Personen oft gegen ihren Willen umzusiedeln; die Suche nach neuen Ansiedlungsgebieten sowie eine sehr ausgeprägte soziale Instabilität kombiniert mit einer schwierigen Sicherheitslage. Die Situation in der Stadt übersteigt die Kapazitäten der Schweizer Partnerhilfswerke, weshalb sich ihre Hilfe weiterhin an die Opfer in den Dörfern und auf den Inseln richten wird.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

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