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Die Glückskette im Jahr 2014: 46,6 Millionen Franken für 175 Projekte

  • 17.06.2015
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Die Glückskette unterstützte im vergangenen Jahr 175 Projekte mit 46,6 Millionen Franken und half damit mehreren Millionen Menschen in der Schweiz und im Ausland. Laut dem Jahresbericht 2014 sammelte die Stiftung über 22 Millionen Franken, in erster Linie für die Opfer und Flüchtlinge des Syrienkonflikts und anderen Menschen auf der Flucht sowie für die Opfer der Überschwemmungen im Balkan. Im Zeichen der Transparenz veröffentlichte die Stiftung zwei Studien: Eine Wirkungsanalyse ermöglichte es, zehn Jahre nach dem Tsunami in Südostasien Lehren aus der humanitären Hilfe zu ziehen, eine weitere Studie beleuchtete die Intervention nach dem Erdbeben in Haiti.

© Glückskette/Samuel Trümpy

Die im Jahr 2014 von der Glückskette finanzierten Projekte der Partnerhilfswerke kamen Millionen von Opfern von Konflikten (Syrien, Irak, Gaza, Zentralafrika, Südsudan) und von Naturkatastrophen (Ostafrika, Balkan, Schweiz) zugute. 36 Projekte in den Bereichen Gesundheit, Ausbildung und Schutz zielten auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern in Slums oder in Notsituationen. Ein Teil der Spenden wurde ausserdem für Wiederaufbauaktionen in den Philippinen und in Pakistan verwendet.

Spenden in der Höhe von 22 Millionen Franken

Im Jahr 2014 sammelte die Glückskette vor allem für dauerhafte Notsituationen, wie die von syrischen Flüchtlingen oder Vertriebenen auf der ganzen Welt. Insgesamt wurden Spendengelder von über 22 Millionen Franken gesammelt.

Ein Jahr im Zeichen der Transparenz
Zehn Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien hat die Glückskette mehrere unabhängige Experten mit der grössten Wirkungsanalyse beauftragt, die im Bereich der humanitären Hilfe je gemacht wurde. Aber auch ihren Einsatz in Haiti in der Folge des Erdbebens hat die Stiftung beurteilen lassen. «Wir wollen aus diesen Analysen lernen und die Einsätze vor Ort verbessern», erklärt Tony Burgener, Direktor der Glückskette. «Aus Gründen der Transparenz gegenüber unseren Spenderinnen und Spendern sowie den Begünstigten werden diese Analysen vollumfänglich veröffentlicht.»

Neue visuelle Identität
Die Glückskette setzt auf einen Wert, den die Schweizerinnen und Schweizer besonders auszeichnet: ihre Solidarität. In einer Umfrage von 2014 bezeichneten über 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Solidarität und humanitäre Tradition als grundlegende Werte des Landes. Aus diesem Grund erscheint die Glückskette seit letztem Jahr mit einer neuen visuellen Identität und dem Slogan «Die solidarische Schweiz».

Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen
Seit 2014 verwaltet die Glückskette im Auftrag des Justizdepartements einen Soforthilfefonds für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Bei 373 von 450 Gesuchen wurden finanzielle Beitrage von gesamthaft 2,9 Millionen Franken ausbezahlt, was einem durchschnittlichen Beitrag von 7’791 Franken pro Begünstige(m) entspricht.

Betriebskosten gedeckt
Die Betriebskosten der Glückskette beliefen sich 2014 auf 3'521’799 Franken. Diese Kosten konnten vollständig durch das Finanzergebnis und die Gewinne aus Geldanlagen abgedeckt werden. Ein Überschuss von 900’000 Franken wurde den Betriebsreserven zugewiesen.

Zum Online-Jahresbericht 2014 »

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

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