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Überschwemmungen in Pakistan 2010: Die Glückskette finanziert in 5 Jahren 50 Projekte

  • 30.07.2015
  • Medienmitteilungen

Fünf Jahre nach den Überschwemmungen in Pakistan, von denen mehr als 21 Millionen Menschen betroffen waren, finanziert die Glückskette derzeit die letzten Wiederaufbauprojekte, während das Land erneut von heftigen Unwettern heimgesucht wird. Mit den 42 Millionen Franken, die 2010 gesammelt wurden, konnten bis heute 50 Projekte der Partnerhilfswerke finanziert werden. Die Spendengelder ermöglichten die Nothilfe sowie den Wiederaufbau von wichtigen Abwassernetzen, Infrastrukturen und zahlreichen Schulen und Häusern.

Pakistan und angrenzende Gebiete wurden Anfang August 2010 während mehrerer Wochen von den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten heimgesucht. Die Katastrophe hatte in der Schweizer Bevölkerung trotz der schwierigen Ausgangslage in Pakistan eine grosse Welle der Solidarität ausgelöst. So sammelte die Glückskette in sechs Monaten über 42 Millionen Franken, mit denen sie in der Folge 17 Nothilfeprojekte (mit 6,8 Millionen Franken) und 33 langfristige Wiederaufbau- und Instandsetzungsprojekte (mit 33,2 Millionen Franken) von insgesamt 9 Partnerhilfswerken finanzieren konnte.

Fokus auf den Zugang zu sauberem Wasser
Ein besonderer Fokus wurde dabei auf die Verbesserung der Hygiene gelegt, indem insbesondere die sanitären Einrichtungen in wiederaufgebauten Gesundheits- und Gemeinschaftszentren sowie Schulen saniert wurden. In Zentral- und Südpakistan konzentrieren sich die noch laufenden Projekte auf die Verbesserung des Wasserzugangs und Hygienemassnahmen.

Wichtigste Infrastrukturanlagen wiederaufgebaut
In der von der internationalen Hilfe besonders vernachlässigten und schwer zugänglichen Bergregion im Norden des Landes unterstützt die Glückskette auch weiterhin mehrere grosse Projekte zum Wiederaufbau der Infrastruktur, zum Beispiel von Strassen, Brücken und Bewässerungskanälen.

Neue Überschwemmungen und strukturelle Schwierigkeiten
Die Überschwemmungen der letzten Tage haben auch einige Projekte der Partnerhilfswerke der Glückskette getroffen. Zurzeit wird überprüft, ob Projektanpassungen notwendig sind. Auch generell stehen die Partnerhilfswerke der Glückskette in dieser letzten Phase vor grossen technischen, administrativen und sicherheitspolitischen Herausforderungen. Einige unter ihnen haben Schwierigkeiten, die Projekte termingerecht abzuschliessen. Dank ihrem Fachwissen und der Anpassung an den lokalen Kontext konnten jedoch trotzdem die Mehrheit der gesetzten Ziele erreicht werden. Die Glückskette gab ausserdem mehrere Projektevaluationen vor Ort in Auftrag, die zu einer Verbesserung der Projektqualität beitrugen.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.