Nationaler Sammeltag

Nach welchen Kriterien entscheidet die Glückskette, einen nationalen Sammeltag durchzuführen?

Der Entscheid der Glückskette, einen nationalen Sammeltag nach einer Katastrophe durchzuführen wird nach folgenden Kriterien gefällt:

  • das Ausmass der Katastrophe 
  • ein Aufruf der betroffenen Regierung an die internationale Gemeinschaft, Hilfe zu leisten / Unterstützung zu geben
  • Partnerhilfswerke der Glückskette sind vor Ort oder können vor Ort tätig werden

Es macht keinen Sinn, Geld zu sammeln, wenn es nachher nicht sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden kann.

Beim Entscheid spielt neben dem Grad der Zerstörung die Zahl der Betroffenen, denen geholfen werden kann eine Rolle, weniger die Anzahl Tote.

Was macht einen Sammeltag aus?

Die Leute haben nicht nur die Möglichkeit, wie üblich online auf www.glueckskette.ch oder per Einzahlungsschein zu spenden. Am Sammeltag kann die Spende auch vereinfacht per Telefon angemeldet werden. Viele Leute schätzen es zudem, dass sie die Möglichkeit bekommen, sich gemeinsam solidarisch zu zeigen. Für viele wirkt es erleichternd, an einem nationalen Sammeltag mit unseren freiwilligen Helfern am Telefon über die Katastrophe zu sprechen und so die Schreckensbilder zu verarbeiten.  

Wieviele Freiwillige arbeiten jeweils in den Telefonzentralen?

In den 5 Sammelzentralen  stehen mehr als 100 Telefone (Genf 60, Bern 20, Zürich 10, Basel 10, Chur 3, Lugano 10) zur Verfügung und mehr als 500 Freiwillige lösen sich während den 18 Stunden am Telefon ab. 

Wie wurden die Spenden im Rückblick eingesetzt? 

In den vergangenen 30 Jahren führte die Stiftung Glückskette 34 nationale Sammeltage durch. Von den rund 1,7 Milliarden Spendengeldern gingen 25% an die Hilfsbedürftigen in der Schweiz, 6% an die Kinderhilfe im Ausland und 69% in die Katastrophenhilfe im Ausland. Diese Hilfe konnte dank der unermüdlichen Arbeit unserer 25 Schweizer Partnerhilfswerke, ihren Mitarbeitenden und ihren lokalen Partnern geleistet werden. 

Welches waren die grössten Sammlungen in der Geschichte der Glückskette? 

1. Seebeben Asien (Tsunami), Dezember 2004: 227 Millionen Franken 
2. Unwetter in der Schweiz (Wallis und Tessin), Oktober 2000: 74 Millionen Franken 
3. Erdbeben Haiti, Januar 2010: 64 Millionen Franken
4. Kriegsopfer im Kosovo, April 1999: 49,9 Millionen Franken
5. Unwetter in der Schweiz (Zentralschweiz, Berner Oberland und Graubünden), August 2005: 49,5 Millionen Franken

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

  • Privatradios Pro
  • Keystone
  • Swisscom
  • SRG SSR

Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.