Hintergründe

Göpf Berweger – Seit sieben Jahren im Dienst der Glückskette

  • 06.09.2013
  • Hintergründe

Die Projektkommissionen (Copro) sind die Gremien der Glückskette, die darüber entscheiden, welche Projekte mit den Spendengeldern finanziert werden. Es gibt die Kommission für Projekte in der Schweiz und die Copro- International, welche über die Projekte im Ausland entscheidet. Anfangs dieses Sommers tagte die Copro-International zum 250. Mal, was wir zum Anlass nehmen, die Mitglieder dieser Kommission in einer losen Folge vorzustellen. Den Anfang macht Göpf Berweger, Präsident der beiden Projektkommissionen.

Göpf Berweger sagt von sich selbst, er habe einen 68er- Hintergrund, engagiert sich seit den Zeiten seines Studiums für Themen der Entwicklungszusammenarbeit, für Minderheiten, kulturelle Vielfalt und spätestens seit 2006 als Präsident der Projektkommissionen International und Schweiz für die humanitäre Hilfe. Während des Studiums an der Universität St. Gallen war er in der Gruppe Dritte Welt aktiv und so erstaunt es nicht, dass seine erste Stelle nach Abschluss des Studiums bei Swissaid als Länderverantwortlicher für Indien und Tansania war, wo er 13 Jahre lang blieb. Später hat er die Gesellschaft für bedrohte Völker mitgegründet und als Geschäftsleiter geführt, um sich dann einige Jahre als Geschäftsleiter von Tast Bern auch für Menschen mit Migrationshintergrund einzusetzen.

Zur Glückskette stiess Göpf Berweger vor sieben Jahren. Als er erfuhr, dass sein Vorgänger, Andreas Blum, am Ende seiner Mandate angekommen war, bewarb er sich spontan auf die Stelle. Seine vielen Erfahrungen im NGO-Bereich, seine guten Länderkenntnisse und seine zeitliche Verfügbarkeit waren aus seiner Sicht seine grössten Stärken, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Das Positive überwiegt

Seither leitet er als Präsident der Projektkommission International und Schweiz pro Jahr rund zehn Sitzungen, dazu muss er alle eingereichten Projekte genau lesen und verstehen, wobei er sich auch auf die Fachkenntnisse der Experten der Copro voll verlassen kann. Seine Rolle ist eher die des Moderators, der alle Meinungen und Stellungnahmen einholt und sicherstellt, dass diese in der Entscheidung darüber, ob ein Projekt finanziert wird oder nicht, auch berücksichtigt werden. Diese Entscheidung wird von der Copro-Dec gefällt, dem Entscheidungsgremium der Projektkommission, die ebenfalls von Göpf Berweger präsidiert wird.

Obwohl man in der humanitären Hilfe immer wieder verzweifeln könnte, weil es im Grossen nicht wirklich weiter geht, sich die Welt nicht so (schnell) verändert wie man sich das vielleicht wünscht, so zieht Göpf Berweger doch eine positive Bilanz seiner Arbeit: die Tatsache, dass man im Kleinen vieles bewirken kann, dass die Glückskette dank der vielen Möglichkeiten, die sie hat, das Leben von vielen Menschen verändern und verbessern kann, das sei immer wieder ein Aufsteller und mache Hoffnung.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.