Hintergründe

Caroline Schlaufer - von der Entwicklungszusammenarbeit zur humanitären Hilfe

  • 24.02.2014
  • Hintergründe

Bescheiden und diskret sind die ersten Adjektive, die einem zu Caroline Schlaufer in den Sinn kommen. Doch beim näheren Kennenlernen, wenn man sie etwa an einer Sitzung der COPRO International über ein Hilfsprojekt debattieren und argumentieren hört, dann merkt man rasch, dass man es mit einer überzeugten und entschlossenen Person zu tun hat. Nicht zuletzt dieser Charakterzug macht die Stärke der Wirtschaftsexpertin in der COPRO aus.

Schon seit langer Zeit fühlt sich Caroline einerseits von Russland und den Ländern im Osten und andererseits von der Welt der Entwicklungszusammenarbeit angezogen. Dies führte dazu, dass sie das Studium der Internationalen Beziehungen an der Universität Genf wählte, in der Hoffnung, dadurch die beiden Leidenschaften zu vereinen. Nach dem Studium engagierte sie sich während eines Jahres für eine ukrainische NGO. Anschliessend arbeitete sie für eine deutsche Bank als Spezialistin für Mikrokredite in Georgien und Moldawien.

Um den kommerziellen Aspekt dieser Tätigkeiten hinter sich zu lassen, beschloss sie 2006 in die Schweiz zurückzukehren, wo sie als Programmverantwortliche für Mikrokredite und Wirtschaft für das Hilfswerk Intercooperation arbeitete. Von der Schweiz aus reiste sie jedes Jahr ein Dutzend Mal ins Ausland. Nach fünf Jahren Zusammenarbeit mit Intercooperation und der Geburt ihres ersten Kindes verliess Caroline Schlaufer die Welt der Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2011 unterrichtet und forscht sie an der Universität Bern im Bereich «Evaluationen».

Ein «atypischer» Status

Was bewog Caroline Schlaufer, Spezialistin für Entwicklungszusammenarbeit, im Mai 2012 Wirtschaftsexpertin für humanitäre Hilfsprojekte bei der Glückskette zu werden? «Natürlich geniesse ich in der COPRO durch meinen beruflichen Werdegang einen «atypischen» Status. Doch im Rahmen von Projekten zur Wirtschaftsförderung nach grossen Naturkatastrophen, wie dem Erdbeben in Haiti oder dem Taifun jüngst auf den Philippinen, kann ich zweifellos mein Fachwissen einbringen», präzisiert die junge Frau.

Ein globaler Blick auf die Hilfsprojekte

Ihr fachübergreifender Blick ist für jedes Projekt von Nutzen. Denn Caroline Schlaufer beherrscht jene Werkzeuge, die es braucht, um die effektiven Resultate messen zu können und die Logik der Projekte zu verstehen. Ihrer Meinung nach sind die Sitzungen der COPRO denn auch absolut sinnvoll, denn sie ermöglichen die Unterstützung von Projekten, die den Lebensstandard der betroffenen Menschen durch greifbare Resultate wahrhaft verbessern.

Trotzdem blieb bei ihr am Anfang die Frage: Wie kann eine Kommission funktionieren, die sich unter anderem aus Vertretern von Hilfsorganisationen zusammensetzt, deren Projekte ebenfalls diskutiert werden? Ihr Fazit nach einer Reihe von Sitzungen: Die Qualität der Mitglieder, ihr Engagement und Austausch zu jedem Projekt sind in jedem Fall fruchtbar und ermöglichen es, nachhaltig geführte, qualitativ hochwertige Projekte zu unterstützen und zu begleiten.

 

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