Medienmitteilung

Haiti – sechs Monate nach dem Erdbeben: Nach der Nothilfe beginnt der langwierige Wiederaufbau

  • 08.07.2010
  • Medienmitteilungen

Sechs Monate nach der Erdbebenkatastrophe auf Haiti hat die Glückskette bereits zehn der 65 Millionen Spendefranken in 14 Hilfsprojekten eingesetzt. Nach der Soforthilfe wird jetzt der Wiederaufbau geplant. Eine schwierige Aufgabe, die Geduld und Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Bedürfnisse vor Ort sind immer noch enorm.

Die Projektkommission der Glückskette hat zum dritten Mal Projekteingaben für Haiti geprüft und Kommissionspräsident Göpf Berweger ist trotz der hohen Anforderungen zuversichtlich: „Wir sind daran, permanente Lösungen im Häuserbau wie im Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur zu planen, speziell den Bau von Gesundheitszentren und Schulen. Die Ausgangslage ist ähnlich wie nach dem Tsunami: Die Projekte sind von hoher Komplexität und sorgfältige, zeitraubende Vorabklärungen sind nötig.“ Gewisse betroffene Gebiete können nur mit Lasttieren erreicht werden. Das erschwert den Transport des Materials für den Häuserbau. Die Glückskette hat bisher 14 Nothilfeprojekte bewilligt und unterstützt ein erstes Projekt für den Wiederaufbau, zwei weitere werden geprüft.

Die Partnerhilfswerke der Glückskette arbeiten mit lokalen Partnern zusammen, und die Arbeit wird, wo nötig, mit den regionalen Behörden koordiniert. Die Glückskette ihrerseits führt in der Schweiz regelmässige Koordinationssitzungen mit ihren Partnerhilfswerken durch, um die komplexe Wiederaufbauarbeit voranzutreiben. Beim schweren Erdbeben am 12. Januar wurden 300'000 Menschen verletzt und rund 1,5 Millionen Menschen obdachlos. Spenden sind weiterhin erwünscht online (www.glueckskette.ch) oder auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk "Haiti") – Einzahlungsscheine der Glückskette liegen auf jeder Poststelle auf.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.