Medienmitteilung

Jahresbericht 2010: 47 Millionen Franken für Hilfsprojekte eingesetzt

  • 19.05.2011
  • Medienmitteilung

2010 hat die Glückskette 47,07 Millionen Franken für 247 laufende Hilfsprojekte in 47 Ländern eingesetzt, darunter sind 132 neue Projekte im Gesamtwert von 49,5 Millionen Franken. Die Projekte werden unter anderem von ihren 31 Schweizer Partnerhilfswerken umgesetzt. Knapp 120 Millionen Franken Spendengelder wurden an zwei nationalen Sammeltagen (Erdbeben Haiti und Überschwemmungen Pakistan), einem Sammelaufruf (Erdbeben Chile) und in der Spendenwoche «Jeder Rappen zählt» für Kinder in Konfliktgebieten gesammelt. Die Sammlung für Haiti ist mit über 66 Millionen Franken das dritthöchste Ergebnis in der Geschichte der Glückskette (nach der Sammlung für die Opfer des Tsunami Ende 2004 und der Unwetter in der Schweiz 2000). Die Sammlung für Pakistan und angrenzende Gebiete erreichte den hohen Betrag von über 42 Millionen Franken.

Währungsschwankungen und Zinsschwund: negatives Jahresergebnis

Die Glückskette legt die Spendengelder, bis sie eingesetzt werden können, sehr konservativ und, um flüssig zu bleiben, kurzfristig an. Rund 15% des Geldes sind in Fremdwährungen angelegt, unter anderem um die Risiken zu verteilen, die Rentabilität zu erhöhen und die lokale Kaufkraft der Projektfinanzierungen zu schützen. Mit den Finanzerträgen deckt die Glückskette nach Möglichkeit ihre Betriebskosten und baut Reserven auf. 2010 haben der geringe Finanzertrag und die enormen Kursschwankungen des Schweizer Franken gegenüber Fremdwährungen per Ende Dezember zu einem negativen Jahresergebnis geführt (- 1,66 Millionen Franken). Deshalb hat der Stiftungsrat die Auflösung der Reserven und die Inanspruchnahme von 2% der Spendeneinnahmen 2010 entschieden. Damit resultiert ein Ergebnis von 36'837 Franken. Die Glückskette befindet sich im ersten Trimester 2011 bereits wieder in den schwarzen Zahlen.

Sozialhilfe in der Schweiz

Seit 1946 ermöglichen Spenden an die Glückskette auch immer wieder Menschen in der Schweiz zu unterstützen, die in eine schwierige finanzielle Situation geraten sind. Die Glückskette hilft punktuell und meist in Ergänzung zur Unterstützung öffentlicher und privater Sozialhilfeeinrichtungen mit einem einmaligen «Notbatzen», um eine vorübergehende Notlage zu lindern. Im Jahr 2010 wurden 2’908 Personen mit mehr als 1,16 Million Schweizer Franken unterstützt. Die Gesuche werden in der Regel über den Sozialdienst der Wohngemeinde bei der Glückskette eingereicht.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

  • Privatradios Pro
  • Keystone
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  • SRG SSR

Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.