Medienmitteilung

Jahresbericht 2011: Über 54 Millionen Franken für Hilfsprojekte eingesetzt

  • 30.05.2012
  • Medienmitteilungen

Die Glückskette hat im Jahr 2011 über 62 Millionen Franken an Spenden zugunsten der Opfer von Katastrophen erhalten. Gleichzeitig hat sie mit über 54 Millionen Franken weltweit 224 Hilfsprojekte ihrer Partnerorganisationen mitfinanziert. Wie aus dem heute erschienenen Jahresbericht 2011 weiter hervorgeht, half die Glückskette in der Schweiz Menschen in finanzieller Notlage sowie Betroffenen von Unwettern mit einer punktuellen Unterstützung im Umfang von 1,33 Millionen Franken.

Die Glückskette hat 2011 drei Spendenaufrufe zugunsten der Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen in Libyen, der Erdbeben und Tsunami-Opfer in Japan und der Betroffenen der Hungersnot in Ostafrika lanciert. Bei der von SRF und Glückskette durchgeführten Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» wurde im Dezember zugunsten von Müttern in Not gesammelt. Zusammen mit weiteren permanenten Sammlungen flossen insgesamt 62'543'246 Franken auf das Spendenkonto der Glückskette. Diese Spendengelder werden zweckgebunden und über mehrere Jahre eingesetzt: rund 15% für Nothilfe, weitere 70% erfahrungsgemäss für die Rehabilitation und den Wiederaufbau und etwa 15% für die nachhaltige Absicherung und Entwicklung der Hilfsprojekte. 2011 hat die Glückskette 2% der Spendengelder zur Deckung ihrer Betriebskosten verwendet.

Langfristige Hilfe weltweit

2011 hat die Glückskette 224 Hilfsprojekte ihrer Schweizer Partnerhilfswerke in 56 Ländern mitfinanziert. Es waren dies vor allem Häuser-, Wasser- und Gesundheitsprojekte in Haiti, Pakistan, Japan, Ostafrika und Lateinamerika. Die Projektverantwortlichen der Glückskette, begleitet von Spezialisten in den Bereichen Wiederaufbau und Wasserprojekte, besuchten gemeinsam Haiti und Pakistan, um sich vor Ort ein Bild über die Fortschritte der Projekte zu machen und die gemachten Erfahrungen mit allen Partnern auszutauschen.

Hilfe in der Schweiz

Die Glückskette konnte 2011 im Rahmen der Sozialhilfe Schweiz insgesamt 2'903 Personen in finanzieller Notlage mit 1'217’211 Franken unterstützen. Im Juli und Oktober wurden mehrere Regionen in der Schweiz von schweren Unwettern heimgesucht, die grosse Schäden verursacht haben. Die Glückskette konnte dank der permanenten Sammlung «Unwetter Schweiz» in Härtefällen finanzielle Unterstützung im Umfang von knapp 120’000 Franken leisten. Diese Unterstützung kam Betroffenen in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Bern, Graubünden und Luzern zugute.

Das Jahr 2012: Neue Herausforderungen

Die Glückskette hat Mitte April das Spendenkonto zugunsten der Opfer der Nahrungsmittelkrise im Sahel eröffnet. Seither sind 389'903 Franken Spenden eingegangen, welche bereits in die Nothilfe von Caritas und Swissaid geflossen sind. Spenden sind weiterhin möglich online oder auf das Postkonto 10-15000-6, Vermerk «Sahel». Neben der sich anbahnenden Krise im Sahel wird die Wiederaufbauarbeit in Haiti und Pakistan weiterhin im Zentrum der Aufmerksamkeit der Glückskette und ihrer Partnerhilfswerke stehen. Für den neuen Direktor der Glückskette, Tony Burgener, stehen die enge Zusammenarbeit mit den Partnerhilfswerken und die Kooperation mit der SRG SSR im Vordergrund. «Jedes Ereignis, jede Katastrophe und jedes Hilfsprojekt stellt eine neue Herausforderung dar, die wir mit unseren starken Partnern und einem effizienten, bestens eingespielten Team im Rücken gerne in Angriff nehmen werden», erklärt Burgener. weiter»

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.