Medienmitteilung

Die Glückskette verstärkt ihren Spendenaufruf für Syrische Flüchtlinge

  • 10.09.2012
  • Medienmitteilungen

Bei der Glückskette sind bisher 1,3 Million Franken Spenden für Syrien eingegangen. Vier Partnerhilfswerke der Glückskette leisten Nothilfe und unterstützen vor allem syrische Flüchtlinge. Damit die Hilfe für die Opfer des Konflikts in Syrien mittelfristig weitergeführt werden kann, braucht es mehr finanzielle Mittel. Die Glückskette verstärkt deshalb ihren Aufruf und ruft zu Spenden auf: Postkonto 10-15000-6 oder online auf www.glueckskette.ch, Stichwort «Syrien».

«Mit der Unterstützung der Glückskette sind die Schweizer Hilfswerke, die im Libanon und in Jordanien tätig sind, in der Lage schnell und effizient zu helfen,» erklärt Alain Geiger, Leiter Projektabteilung der Glückskette. Die Hilfe konzentriert sich auf die Verteilung von Hilfspaketen, medizinische Hilfe sowie psychosoziale Betreuung und Schutz von Kindern. Die Zahl der zivilen Opfer des bewaffneten Konfliktes in Syrien steigt weiterhin täglich und mit ihnen die Bedürfnisse der Familien, die in den Nachbarländern Zuflucht gefunden haben. «Angesicht dieser steigenden Bedürfnisse bereiten die Schweizer Hilfswerke die Unterstützung der Opfer für die nächsten Wochen und Monate vor und wären zudem bereit, in Syrien mit Nothilfe- und Wiederaufbau-projekten direkt zu intervenieren, sobald der Zugang möglich wird», unterstreicht Glückskette-Direktor Tony Burgener die Notwendigkeit für mehr finanzielle Mittel.

Hilfe für syrische Flüchtlinge

Die Glückskette unterstützt Hilfsprojekte von Caritas Schweiz, Handicap International Schweiz, dem Schweizerischen Roten Kreuz und Terre des hommes – Kinderhilfe. Caritas kümmert sich vor allem um Familien, die nur mit dem Nötigsten flüchten konnten. Die Familien erhalten Hygieneartikel, Babyartikel, Notkleidung, Nahrungsmittel und Unterstützung bei der Suche nach Unterkünften und bei der Begleichung von Gesundheitskosten. Handicap International kümmert sich ebenfalls im Libanon und in Jordanien um die Hilfsbedürftigsten unter den Flüchtlingen und deren Gastfamilien, um Verletzte, behinderte und ältere Menschen, sowie alleingebliebene Frauen. Terre des hommes – Kinderhilfe führt Aktivitäten zum Schutz und zur psychosozialen Unterstützung von Kindern durch. Das Schweizerische Rote Kreuz hilft den Flüchtlingen und Gastfamilien mit direkter finanzieller Unterstützung.

Augenzeugenberichte vor Ort

Die Partnerhilfswerke der Glückskette engagieren sich vor Ort.

Caroline Nanzer, Caritas Schweiz: «Viele Flüchtlingsfamilien verweigern die Registrierung beim Hochkommissariat für Flüchtlinge weil sie Angst haben, dass diese Informationen weitergegeben werden und dadurch ihre, in Syrien zurückgebliebenen Familien, in Gefahr geraten. Caritas unterstützt diese Familien, weil sie sonst keinen Zugang zu Hilfe haben.»

Pascal Morf, Schweizerisches Rotes Kreuz: «Von den über 150‘000 syrischen Flüchtlingen in Jordanien lebt ein grosser Teil bei einheimischen Familien oder haben eine Wohnung auf engem Raum gemietet. Eine direkte Finanzhilfe für die Wohnungsmiete oder zum Kauf von Nahrungsmitteln ist deshalb eine sinnvolle Art der Hilfe. Das Rote Kreuz wird sich neben der Logistik zur Verteilung von Hilfsgütern auf eine kontrollierte Bargeld-Unterstützung konzentrieren.»

Vincent Cauche, Terre des hommes – Kinderhilfe: «Wir kommen den Familien zu Hilfe, welche die Grenze zwischen Syrien und Jordanien überschritten haben und nur das Nötigste auf sich tragen. Sie wurden zwar von der Jordanischen Gemeinschaft sehr gut aufgenommen, aber die Lebensumstände bleiben sehr schwierig und viele sind durch die Gewalt, die sie gesehen oder selbst erlebt haben traumatisiert. Die Spiele, die wir für die Kinder organisieren, erlauben ihnen, ein Stück Normalität zu erleben. Aber es bleibt noch viel zu tun.»

Weitere Hilfswerke klären ebenfalls Hilfsmöglichkeiten ab, auch im Hinblick auf einen allfälligen Zugang in Syrien.

Spenden sind ab sofort online oder auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Syrien» möglich.

Weitere Spendenmöglichkeiten:
Für Postkonto-Inhaber gratis am Postomat (unter «weitere Funktionen» erscheint am Postomat das Logo der Glückskette) oder für registrierte Kunden von PostFinance Mobile via SMS (CHF 0.20/SMS) mit dem Vermerk der Sammlung gefolgt vom Betrag an die Kurznummer 363. Beispiel: Syrien 50 an 363 senden.
Swisscom Kunden können ebenfalls via SMS (gratis) an die Kurznummer 480 mit dem Vermerk der Sammlung gefolgt vom Betrag spenden.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

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