Medienmitteilung

Die Glückskette verstärkt den Spendenaufruf für die Opfer des Konflikts

  • 25.04.2013
  • Medienmitteilungen

Mehr als 1,3 Millionen Menschen sind seit Beginn des syrischen Konflikts aus dem Land geflohen. Täglich kommen mehrere Tausend dazu. Die Partnerhilfswerke engagieren sich für die Betroffenen, sind aber auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen. Deshalb verstärkt die Glückskette ihren Spendenaufruf, um die Flüchtlinge und Opfer des Konflikts weiterhin unterstützen zu können.

«In Jordanien sind mehr als 430'000 syrische Flüchtlinge untergebracht, davon leben drei Viertel ausserhalb des Flüchtlingscamp Zaatari inmitten der Jordanischen Gemeinschaft. Die Bedingungen sind sehr hart, die meisten Menschen waren mehrere Tage auf der Flucht und erreichen das sichere Jordanien nur mit dem, was sie auf sich tragen», schildert Manolo Caviezel, Projektverantwortlicher für Syrien bei der Glückskette die Situation vor Ort. Er besucht zur Zeit die von der Glückskette finanzierten Projekte und hat mit den Betroffenen gesprochen: «Ohne Perspektiven müssen sie sich ein neues Leben einrichten, eine Unterkunft finden und jeden Tag die Grundbedürfnisse ihrer Familien decken. Dazu gehören Essen, Gesundheit und die Bildung der Kinder - ohne externe Hilfe ist das unmöglich. Deshalb unterstützen unsere Projekte einerseits die Menschen im Flüchtlingslager aber auch die Menschen, die in Jordanien selbst Unterschlupf gefunden haben.»

 

Neun aktive Partnerhilfswerke

Die Glückskette beteiligt sich mit insgesamt 9,7 Millionen Franken an den Projekten von neun ihrer Schweizer Partnerhilfswerke: ADRA, Caritas Schweiz, Handicap International Schweiz, HEKS, Medair, Médecins sans Frontièrs / Ärzte ohne Grenzen Schweiz, Schweizerisches Rotes Kreuz, Solidar Suisse und Terre des hommes – Kinderhilfe weltweit. Sieben Hilfsprojekte in der Höhe von 1,9 Millionen Franken werden zudem in Syrien und in der Türkei unterstützt.

 

25 Nothilfeprojekte in fünf Ländern

Seit gut einem Jahr sammelt die Glückskette für die Opfer des Konflikts in Syrien. Mit den bisher gesammelten 11,4 Millionen Franken konnte die Stiftung bisher 25 Nothilfeprojekte mitfinanzieren, welche den Menschen, die in Syrien selbst vertrieben oder von Syrien in den Libanon, nach Jordanien, in die Türkei oder in den Irak geflohen sind, zu gute kommen. Die Überlebenshilfe besteht aus der Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleidern, Hygiene- und Baby-Kits und spezifischem Material wie Rollstühlen oder Spezialmatratzen für kranke Menschen. Ein weiterer Aspekt der Hilfe besteht in der Gesundheitsversorgung und dem Schutz von Kindern. Dank gezielter finanzieller Unterstützung können die Flüchtlinge ihren Alltag bestreiten, um unter anderem Rechnungen, die Mieten oder die Schule für die Kinder bezahlen zu können.

 

Um diese, für die Opfer so wichtigen Hilfsleistungen weiterführen zu können, brauchen die Hilfswerke dringend mehr finanzielle Mittel. Aus diesem Grunde verstärkt die Glückskette ihren Spendenaufruf für die Unterstützung der Hilfswerke vor Ort. Spenden sind jederzeit möglich auf das Postcheck-Konto 10-15000-6 (Vermerk «Syrien») oder online auf www.glueckskette.ch. Einzahlungsscheine der Glückskette liegen in jeder Poststelle auf.

Zur Erinnerung: Die Glückskette sammelt seit März 2012 Spenden für die Opfer des Konflikts in Syrien. Aufgrund der gestiegenen Bedürfnisse und der Verschlechterung der humanitären Lage war dieser Spendenaufruf im August und September 2012 erneuert worden. Am 13. November 2012 fand ein nationaler Sammeltag statt.


Kontakt: Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Daniela Toupane Kommunikationsbeauftragte, 079 711 61 14.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.