Medienmitteilung

30 Jahre Stiftung Glückskette: Glückskette in Spannungsfeldern

  • 19.11.2013
  • Medienmitteilungen

Die Glückskette kann auf 30 Jahre Stiftungstätigkeit zurückblicken. Zu diesem Anlass lud sie am Dienstag, 19. November in Bern Vertreter der SRG, Partnerhilfswerke und interessierte Kreise aus Wirtschaft, Politik und Medien ein. Fazit der Veranstaltung: Die Glückskette und alle ihre Partner befinden sich in bedeutsamen Spannungsfeldern.

Vor 30 Jahren entliess der damalige SRG Generaldirektor Leo Schürmann die Glückskette in die Unabhängigkeit, nachdem sie vorher während 37 Jahren als Teil der SRG verwaltet worden war.

Gesellschaft und Medien : Bruch und Umbrüche
Der Generaldirektor der SRG, Roger de Weck, wies in seinem Referat auf wichtige Veränderungen in der Gesellschaft und den Medien hin. In bezug auf die Glückskette meinte er: «Die Glückskette als Stiftung, die aus der SRG hervorgegangen ist, muss sich vor allem der digitalen Herausforderung stellen und neue Mittel und Wege über das Internet finden, damit die Schweizer Bevölkerung weiterhin spontan und zeitgemäss ihre Solidarität ausdrücken kann. Die Mediennutzer ändern ihr Verhalten, und damit  auch ihr Spendenverhalten.»

Neue Akteure mischen humanitäre Hilfe auf
In einem für den Jubiläumsanlass verfassten Diskussionspapier zeigt Ruth Daellenbach, Konsulentin für humanitäre Fragen, wie neue Akteure die humanitäre Hilfe grundlegend beeinflussen. Die Spannungsfelder sind dabei vielfältig: Die Vormachtstellung der westlichen Welt im humanitären Bereich ist vorbei und Länder aus dem Mittleren Osten aber auch Schwellenländer haben heute die nötigen Ressourcen und Kapazitäten um wirkungsvoll zu helfen. Lokale Organisationen  in den von Katastrophen oder Krisen betroffenen Ländern gewinnen an Bedeutung.  Laut Daellenbach sind diese Engagements zu begrüssen. Hingegen müssen traditionelle und neue Akteure den Dialog über Grundwerte sowie über Formen der Zusammenarbeit führen, um auch künftig wirkungsvolle humanitäre Arbeit leisten zu können.

Professionalisierung und Qualitätssicherung
In seiner Jubiläumsrede wies Stiftungsratspräsident Walter Rüegg mit konkreten Beispielen darauf hin, wie verschiedenste kritische Fragestellungen aus der Vergangenheit auch heute noch aktuell sind. Er räumte dabei der Qualitätssicherung einen klar höheren Stellenwert ein. Die Geschichte der Glückskette, welche in einem Buch*[1] zu diesem Anlass festgehalten wurde, zeigte mehrmals auf, dass mangelnde Transparenz oder fehlende Konzepte Schaden anrichten können. Die Glückskette verstand es aber, daraus die richtigen Lehren zu ziehen und kann nicht zuletzt dank einem modernen Qualitätsmanagement, aber vor allem auch dank der Professionalität ihrer Mitarbeiter, der SRG-Mitarbeiter, der Partnerhilfswerke und der Sponsoren sowie der Leidenschaft und Solidarität zahlreicher Freiwilliger und Tausender von Spendern die Glaubwürdigkeit seit Jahrzehnten auf höchstem Niveau halten.

 

[1]La Suisse généreuse – Dans les coulisses de la Chaîne du Bonheur, Auteure Michèle Mercier, Editeur : Labor&Fides

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Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

  • Privatradios Pro
  • Keystone
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  • SRG SSR

Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.