Medienmitteilung

Glückskette und acht Partnerhilfswerke schliessen sich für Opfer des Syrienkonfliktes zusammen

  • 26.04.2015
  • Medienmitteilungen

Der Syrienkonflikt stellt durch sein Ausmass und durch die Not und Bedürfnisse, die er ausgelöst hat, aussergewöhnliche Anforderungen an die humanitäre Hilfe. Seit dem Beginn des bewaffneten Konfliktes wurden rund 12 Millionen Menschen vertrieben. Um dieser speziellen Situation gerecht zu werden und die Opfer der humanitären Krise nicht im Stich zu lassen, schliessen sich acht Partnerhilfswerke mit der Glückskette zusammen, um auf den Konflikt aufmerksam zu machen und gemeinsam zu Spenden aufzurufen.

ADRA, Caritas Schweiz, Handicap International, HEKS, Medair, das Schweizerische Rote Kreuz, Solidar Suisse und Terre des hommes - Kinderhilfe sind Partnerhilfswerke der Glückskette, die Nothilfeprojekte für die Opfer des Syrienkonfliktes umsetzen, und nun zusammen mit der Glückskette eine gemeinsame Kampage unter dem Titel #TogetherForSyria lancieren.

#TogetherForSyria
Der Glückskette und ihren Partnerhilfswerken ist es wichtig, für die Opfer des Syrienkonfliktes langfristige Partner zu sein, auf die diese zählen können. Die Spendengelder der Glückskette sind praktisch aufgebraucht und für die Weiterführung der Hilfe benötigt die Stiftung dringend weitere Gelder. Aufgrund der Dringlichkeit der Situation und des Ausmasses der humanitären Krise lancieren die Glückskette und ihre Partnerhilfswerke zum ersten Mal in der Geschichte der Glückskette einen gemeinsamen Spendenaufruf. Während zehn Tagen (26.04. - 05.05.15) werden die Glückskette mit der Unterstützung der SRG-Medien und die Partnerhilfswerke unter dem Kampagnentitel #TogetherForSyria die Schweizer Bevölkerung gemeinsam zum Syrienkonflikt und seinen Auswirkungen informieren und zu Spenden aufrufen.

#TogetherForSyria ist eine Kampagne, welche über den Spendenaufruf hinaus die Bevölkerung der Schweiz über die digitalen Medien aufruft, ihre Solidarität mit den Kriegsopfern und Flüchtlingen auszudrücken. Angesichts des verheerenden Dramas im Mittelmeer zeigt es sich, dass die Hilfe vor Ort in Syrien und in den Nachbarländern sehr wichtig ist, auch wenn sie die ausweglose Lage für die Flüchtlinge nur lindern, aber nicht lösen kann. Schliesslich ist #TogetherForSyria auch ein Aufruf aller beteiligten Partner an die Politik, sich für eine politische Lösung im Syrienkonflikt einzusetzen – der einzige Weg, um den Millionen von Opfern eine bessere Zukunft in Aussicht zu stellen.

Grosse Solidarität und starke Partner
Die Glückskette konnte bisher auf eine grosse Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit den Opfern des Syrienkonfliktes zählen und hat bis zum heutigen Tag 19,5 Millionen Franken Spenden gesammelt. Mit diesem Geld konnte sie 47 Projekte von zehn Hilfswerken finanzieren. Dabei konzentrierten sich die Glückskette und die Partnerhilfswerke auf die Nothilfe, die aufgrund des speziellen Kontextes einen langfristigen Charakter bekommen hat. Nebst medizinischer und psychosozialer Hilfe für die stark traumatisierten Menschen finanziert die Glückskette auch Projekte in der Nahrungsmittelhilfe und Unterkünfte. Dabei werden «Cash-Projekte» favorisiert. Diese erlauben den Menschen, die Prioritäten in der Deckung ihrer Bedürfnisse selber zu legen und sind somit viel effektiver.

Enorme Bedürfnisse
Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit über vier Jahren an und hat die Vertreibung von rund 12 Millionen Menschen ausgelöst. Vier Millionen davon sind aus Syrien geflohen, eine Million allein im Jahr 2014. Viele von ihnen haben in den Nachbarländern Zuflucht gefunden, die ihrerseits an die Grenze der Aufnahmemöglichkeiten stossen. Diese Menschen sind auf externe Hilfe angewiesen und je länger die humanitäre Krise dauert, desto prekärer wird ihre Situation.

Mehr Informationen finden Sie auf der Kampagnenseite #TogetherForSyria.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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  • SRG SSR

Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.