Ostafrika Hungersnot

Hilfseinsätze immer umfangreicher

  • 01.12.2011
  • Ostafrika Hungersnot

© Caritas

Nachdem in den ersten Monaten die Nothilfe im Vordergrund stand, leisten die Partnerhilfswerke der Glückskette immer mehr auch unterstützende Arbeiten, damit die Menschen langfristig Zugang zu Nahrung und Wasser haben. Inzwischen werden 14 Mio. der mittlerweile 27,6 Mio. Franken der Glückskette-Spendengelder eingesetzt.

 

Acht Partnerhilfswerke leisten momentan in 17 von der Glückskette mitfinanzierten Projekten Hilfe für die Opfer der Hungerkatastrophe. Drei weitere Projekte werden im Moment von der Glückskette geprüft. Nach wie vor leisten die Organisationen Nothilfe und verteilen Nahrungsmittel, Wasser und Hygieneartikel. 

Langfristige Hilfeleistungen

Da inzwischen aber auch starke Regenfälle eingesetzt haben, unterstützen die Hilfswerke die Bevölkerung dabei, das Regenwasser für Mensch und Vieh in Form von Brunnen, Wasserreservoirs und Dämmen nutzbar zu machen. Nur so kann verhindert werden, dass das Wasser ungenutzt versickert oder die Menschen an verschmutztem Wasser erkranken.

Viele wichtige Zufahrtsstrassen wurden in den letzten Wochen erneuert, um den Transport der Hilfsgüter zu sichern. Mit Unterstützung der Hilfswerke bereiteten die Bauern ausserdem ihre Äcker für die Regenzeit vor.

Hilfe trotz Sicherheitsproblemen

Nach wie vor ist die Sicherheitslage in einigen Einsatzregionen prekär. Trotzdem können die Organisationen vor Ort arbeiten, wie Christophe Rochat, Projektanalyst der Glückskette bestätigt. Er steht regelmässig in Kontakt mit den Projektkoordinatoren in den betroffenen Regionen: «Die Hilfe konzentriert sich infolge der Spannungen auf die Nachbarländer von Somalia. Da viele Somalier geflohen sind, macht dies auch Sinn. Trotzdem haben wir mit MSF ein Partnerhilfswerk, das in Mogadischu arbeitet und dies mit grossem Sicherheitsaufwand. Aber immerhin ist Hilfe möglich, auch inmitten der Hauptstadt.»

Folgende Partnerhilfswerke der Glückskette stehen in Ostafrika im Einsatz:

ADRA, Ärzte ohne Grenzen – Schweiz (MSF), Caritas, Handicap International, HEKS, Medair, das Schweizerische Rote Kreuz und Terre des hommes – Kinderhilfe.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.