Flüchtlinge

Flüchtlinge: 20 Millionen Franken in einem Monat gesammelt

  • 30.09.2015
  • Flüchtlinge

© IFRC/Stephen Ryan

Die Sammelaktion der Glückskette zugunsten von Flüchtlingen hat bis heute 20 Millionen Franken eingebracht. Der Spendenaufruf wurde am 31. August lanciert und hat innerhalb eines Monats das höchste Resultat zugunsten von Kriegsopfern seit der Kampagne von 1999 für die Opfer des Kosovokonflikts hervorgebracht. Die damalige Spendenkampagne belief sich insgesamt auf 50 Millionen Franken. Die gespendeten Gelder gehen zum Grossteil an Nothilfeprojekte in den Nachbarländern von Syrien und auf den Fluchtrouten nach Europa.

«Das Resultat zeugt von der grossen Solidarität der Schweizer Bevölkerung», betont Tony Burgener, Direktor der Glückskette. «Es kommt zu den 23 Millionen Franken hinzu, die für die Opfer des Syrienkonflikts zwischen 2012 und August 2015 bereits gespendet wurden. Kein anderes Land weltweit hat sich gegenüber den Flüchtlingen so grosszügig gezeigt.»

Fünf Hilfswerke im Einsatz auf der Balkanroute

Die Gelder kommen Projekten auf der Balkanroute zugute, wo sich Caritas, HEKS, Terre des hommes – Kinderhilfe, Médecins du Monde und ADRA engagieren, indem sie Nothilfe in Griechenland, Mazedonien, Serbien und Kroatien leisten. Die Hilfswerke verteilen dort Nahrungsmittel, Wasser und Decken. Zudem organisieren sie medizinische Versorgung, psychologische Unterstützung und Rechtsberatung in den Aufnahmezentren für Kriegsflüchtlinge, von denen ein Grossteil minderjährig ist. Die Spendengelder ermöglichen es auch, die in den letzten drei Jahren geleistete Hilfe für syrische Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien und im Irak sowie für intern Vertriebene in Syrien weiterzuführen. Eine Delegation der Glückskette wird bald Jordanien besuchen, um dort die Verwendung der Spendengelder im Detail zu planen.

Modernisierung des Fundraisings

Die Glückskette lancierte am 31. August, mit der Unterstützung der SRG und den Privatradios pro Glückskette, eine neue Spendenkampagne zugunsten von Flüchtlingen. Am 15. September wurde sie durch einen nationalen Solidaritätstag verstärkt, den auch Bundesrat Didier Burkhalter mit einer am Fernsehen ausgestrahlten Botschaft unterstützte. Zahlreiche andere bekannte Persönlichkeiten nahmen am Telefon Spendenversprechen entgegen. Parallel dazu wurde das Spendenresultat durch diverse Aktionen ergänzt: Die Swiss Football League spendete 500 Franken pro erzieltes Goal in der Super und Challenge League und Swisscom überwies 5 Franken pro Foto, das in Solidarität mit den Flüchtlingen auf den sozialen Netzwerken gepostet wurde. Mit den Fotos wurde ein menschliches Mosaik in der Form des Logos der Glückskette kreiert.

Spenden sind weiterhin möglich auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Flüchtlinge»), online oder über die Swiss-Solidarity-App der Glückskette.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.