Flüchtlinge

Flüchtlinge und Vertriebene: Die Glückskette unterstützte seit 2012 über 700'000 Menschen weltweit

  • 16.12.2015
  • Flüchtlinge

© Keystone / EPA / Ana-Mpa Simela Pantzartzi

Das Jahr 2015 war geprägt vom anhaltenden Flüchtlingsstrom. Die Glückskette zieht positive Bilanz aus der Nothilfeleistung ihrer Partnerorganisationen zugunsten einer wachsenden Anzahl Vertriebener. In den letzten vier Jahren konnte sie insgesamt mehr als 717’000 Menschen unterstützen, dank der rund 56 Millionen Franken Spenden der Schweizer Bevölkerung.

Hilfe im Mittleren Osten
Mehr als 4,2 Millionen Personen sind seit Ausbruch des Konfliktes aus Syrien geflohen. Ein Grossteil unter ihnen suchte in den Nachbarländern Libanon, Jordanien, Irak und Türkei Zuflucht, ohne unmittelbare Aussicht auf eine Rückkehr. Hier finanziert die Glückskette seit 2012 verschiedene Projekte von zehn Partnerhilfswerken zugunsten von über 525'000 Opfern des Syrienkonfliktes. Nebst der medizinischen Versorgung und dem Verteilen von Hygieneartikeln sowie Materialen für den Schutz vor dem Winter werden auch Bargeldprogramme unterstützt.

Hilfe auf der Balkanroute
Auf der Flüchtlingsroute über den Balkan und das Mittelmeer nach Europa konzentrieren sich die Partnerhilfswerke der Glückskette bislang auf Nothilfeleistungen, wie das Verteilen von Grundausrüstung und Hygieneartikeln, Informationsdienste, Rechtsberatung und Kinderschutz. In einem sich ständig verändernden Umfeld gestaltet sich die Intervention flexibel und reaktiv, wobei sich auch die Projektorte laufend ändern können. Die Partnerhilfswerke der Glückskette stützen sich dabei auf lokale Partnerorganisationen – wie beispielsweise EHO (Partner von HEKS), Médecins du Monde Griechenland und Caritas Serbien – welche die Flexibilität, die lokale Verankerung sowie die Integration der Bevölkerung vor Ort sicherstellen. Die Unterstützung in Griechenland, Mazedonien und Serbien kommt insgesamt rund 141'000 Flüchtlingen zugute.

Punktuelle Nothilfe im Südsudan, der Ukraine, Mali und Niger
Vereinzelt setzt sich die Glückskette auch für Projekte zugunsten von Flüchtlingen und intern Vertriebenen in weiteren Regionen ein, so beispielsweise in den Konfliktgebieten Südsudan, Ukraine, Mali und Niger. Insgesamt konnte so etwa 51’000 Menschen geholfen werden.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.