«Jeder Rappen zählt» 2011

«Jeder Rappen zählt» 2011: Projektbesuch in Kolumbien

  • 21.05.2013
  • «Jeder Rappen zählt» 2011

Bei «Jeder Rappen zählt» im Dezember 2011 wurden insgesamt 7,3 Millionen Franken zugunsten von Müttern in Not gespendet. Ein Jahr später besuchte SRF 1-Journalistin und «Stimme der Glückskette» Ladina Spiess ein Hilfsprojekt in Kolumbien, das mit dem gespendeten Geld unterstützt wird.

Als Aussenreporterin erlebte Ladina Spiess mehrere Staffeln von «Jeder Rappen zählt» mit und war stets beeindruckt von der Begeisterung der Menschen vor Ort: «Trotz Kälte und schlechtem Wetter standen die Leute jeweils über eine Stunde in der Schlange, um ihre Spende persönlich bei der Glasbox zu deponieren.» Anfang dieses Jahres lernte sie auch die Seite der Begünstigten kennen: In Kolumbien besuchte sie im Rahmen einer privaten Reise ein Hilfsprojekt von Vivamos Mejor, das mit Spenden aus der Sammelaktion unterstützt wird.

Kolumbien ist geprägt vom jahrzehntelangen Konflikt zwischen der Regierung und Rebellengruppen. Die Konsequenzen dieser gewaltsamen Auseinandersetzung trägt die Bevölkerung: Junge Männer werden zwangsrekrutiert, den Familien werden ihre Häuser weggenommen und so bleibt den Menschen meist nichts anderes übrig, als in Nacht-und-Nebel-Aktionen vom Land in die Städte zu flüchten. Jährlich erreichen Hunderttausende Menschen die Hauptstadt Bogotá, wo sie Armut, Arbeits- und Perspektivenlosigkeit erwartet.
 

Ausbildung für vertriebene Frauen

In Bosa, einem Vorort von Bogotá, unterstützen Vivamos Mejor und ihre lokale Partnerorganisation intern vertriebene Frauen dabei, sich eine neue Existenz in der Hauptstadt aufzubauen. Sie werden geschult in den Bereichen Reinigung, Senioren-, Kranken- und Kinderpflege und erhalten nach der Ausbildung Hilfe bei der Suche nach einer Arbeitsstelle. Nicht nur die Ausbildung sei bei diesem Projekt wichtig, sagt Spiess: «Diese Ausbildungsstätte ist ein Zufluchtsort für die Frauen. Er gibt ihnen Halt, Sicherheit und Hoffnung und hilft ihnen, ihre Traumata zu verarbeiten.»

Die Zukunft in der Hauptstadt sei für die Frauen ungewiss. Der Wunsch, eines Tages nach Hause zurückkehren zu können, ist gross, doch die Hoffnung minim, und das wissen sie: «Alle Frauen, die ich auf eine mögliche Rückkehr angesprochen habe, sind in Tränen ausgebrochen», sagt Spiess. Deshalb sei es umso wichtiger, ihnen zumindest die momentane Situation zu erleichtern.

«Es ist schön, vor Ort zu sehen, dass das Spendengeld aus der Schweiz bei den Betroffenen ankommt», fasst Ladina Spiess ihren Projektbesuch in Kolumbien zusammen, «diese Eindrücke möchte ich auf mit den «Glückskette aktuell»-Beiträgen unseren Zuhörerinnen und Zuhörern vermitteln.»

«Glückskette aktuell» vom 7.04.2013 jetzt herunterladen »

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