Syrien

Augenschein im Libanon

  • 18.10.2012
  • Syrien

Alle reden über den Konflikt in Syrien - die Kämpfe - die Toten. Aber viele Zivilisten schaffen es, über die Grenze zu flüchten und finden Zuflucht in den Nachbarländern. Bisher sind es knapp 300'000 und jeden Tag kommen Tausende dazu. Wer hilft diesen Menschen, die zwar überlebt aber alles verloren haben und nun auf Hilfe angewiesen sind?

Die 17jährige Aisha ist mit ihrem kleinen Sohn, dem Baby und ihrem Mann in einem Taxi über die Grenze geflohen. Jetzt wohnen sie in einem umgebauten Stall nahe der Stadt  Baalbek . Ein karger Raum mit dünnen Matratzen am Boden. Caritas unterstützt die Familie mit einem Nahrungsmittelpaket und Hygieneartikel. Ein anderer Flüchtling, der Hilfe braucht ist der zehnjährige Khaled (Bild), er wird von Handicap International betreut: der Junge hat nach einem Raketenangriff ein Bein verloren und wurde von seinen Eltern zusammen mit den zwei Brüdern und zwei Schwestern über die Grenze in Sicherheit gebracht. Sie leben im Norden der Bekaa Ebene in einem Zelt. Der nahende Winter mit den Minustemperaturen ist ihre grösste Sorge in den kommenden Wochen. Auch der dreijährigen Ghazal und dem einmonatigen Mohammed gelang zusammen mit ihrer Mutter die Flucht. Sie leben bei der Schwester von ihrem Vater im Südlibanon. Sie gehören zu den palästinensischen Flüchtlingen, die aus Syrien in die palästinensischen Stadtteile und Siedlungen rund um die Stadt Tyr eintreffen. Terres des hommes – Kinderhilfe hat die junge Familie mit dem Nötigsten versorgt. Die Kleine, welche die Flucht und den Stress ihrer Eltern miterlebt hat, soll auch psychologisch betreut werden.

Winter: Wettlauf gegen die Zeit

Die syrischen Flüchtlinge kommen im Libanon an, können bei Bekannten wohnen, suchen sich eine winzige Wohnung oder bekommen einen Raum zugewiesen: Ein Massenlager in einer Schule, eine Garage, ein Zelt. Das Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge schätzt, dass sich die Zahl der syrischen Flüchtlinge bis Ende Jahr mehr als verdoppelt und somit auf 700'000 ansteigt. Ein Ansturm, dem die Nachbarländer Syriens nicht gewachsen sind und die deshalb auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen sind, um eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden. Vor allem jetzt, wo der Winter vor der Türe steht, ist die Hilfe ein Wettlauf gegen die Zeit. Der sechsjährige Bruder von Khaled weint in der Nacht, weil er zu kalt hat. «Aber wir können nirgendwo anders hin. Hier fühlen wir uns wenigstens sicher,» erklärt die 30jährige Sabah resigniert.

Die Glückskette hat über 3 Millionen Franken Spendengelder gesammelt und unterstützt damit die Nothilfeprojekte von Caritas, Handicap International, Schweizerisches Rotes Kreuz, Solidar Suisse und Terre des hommes – Kinderhilfe.

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