Syrien

Augenschein in der Türkei

  • 30.04.2013
  • Syrien

Anna Schelnberger bei ihrem Besuch in der Türkei

Rund 260'000 Flüchtlinge sind seit Beginn des Syrienkonflikts in die Türkei geflohen. Die Glückskette unterstützt dort ein gemeinsames Hilfsprojekt von HEKS und Caritas Schweiz, die sich in drei Flüchtlingslagern engagieren. Anna Schelnberger, Leiterin Humanitäre Hilfe bei HEKS, war kürzlich vor Ort.

Über 26’000 Menschen wohnen mittlerweile in den drei Flüchtlingslagern Karkamis, Nizip und Islahiye nahe der türkisch-syrischen Grenze. Die Camps seien gut organisiert und die Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgt, sagt Schelnberger. Trotzdem sei die Not natürlich gross: «Die Ungewissheit darüber, wann man wieder zurückkehren kann und die Sorge um die Verwandtschaft in Syrien sind eine grosse Belastung für die Flüchtlinge, die schwer zu tragen ist.»

In den Flüchtlingslagern sind etwa 20% der Menschen Kinder unter vier Jahren. Diese leiden besonders stark an den Erfahrungen des Kriegs und der Flucht. Dies zeige sich unter anderem auch in den Kindergärten, sagt Schelnberger: «Betreuerinnen in Kindergärten haben mir erzählt, dass die Kinder anfangs vor allem mit dunklen Farben malen.»


Gemeinsames Nothilfeprojekt

Die Glückskette unterstützt die Nothilfe in den drei Flüchtlingslagern. Zusammen mit Caritas Schweiz und der türkischen Hilfsorganisation Anatolian Development Foundation (ADF) verteilt HEKS Hygieneutensilien. Die Begünstigten erhalten unter anderem Seife, Waschpulver, Handtücher, Zahnbürsten und Zahnpasta. Den speziellen Bedürfnissen der Frauen und Kinder (Hygieneartikel, Windeln usw.) wird besondere Beachtung geschenkt.

 

Hören Sie in «Glückskette aktuell» vom 5. Mai 2013 mehr über das Projekt von HEKS und Caritas Schweiz.

 

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