Syrien

Sichtbare Hilfe für syrische Flüchtlinge

  • 01.05.2013
  • Syrien

Über eine Million Menschen sind seit Beginn des Syrienkonflikts in die Nachbarländer geflohen. Neun Schweizer Partnerhilfswerke der Glückskette helfen den Opfern des Syrienkonflikts in Syrien selbst, im Libanon, in Jordanien, in der Türkei und im Irak. Dafür setzt die Glückskette über 9,7 Millionen Franken ein. Einige Mitarbeiter berichten von der schwierigen Situation vor Ort.

 

Das Schweizerische Rote Kreuz unterstützt die Flüchtlinge in Jordanien finanziell, damit diese ihre Grundbedürfnisse decken können. Karl Schuler, Kommunikation Internationale Zusammenarbeit, sagt:
«Die grosse Mehrheit der syrischen Flüchtlinge in Jordanien sind Frauen und Kinder. Sie sind besonders auf Schutz und ein sicheres Dach über dem Kopf angewiesen.» 

HEKS und Caritas Schweiz verteilen in der Türkei Hygieneutensilien. Den Bedürfnissen von Frauen und Kindern wird dabei besondere Beachtung geschenkt. Anna Schelnberger, Leiterin Humanitäre Hilfe beim HEKS, berichtet:
«Viele Kinder schlafen schlecht. Sie haben grosse Angst vor Flugzeugen und malen im Kindergarten anfangs vor allem mit dunklen Farben.»

 
In Jordanien verteilt Terre des hommes - Kinderhilfe Nothilfepakete mit Hygieneutensilien und Lernspielen für Kinder. Jürgen Wellner, regionaler Berater, erzählt:
«Viele Flüchtlinge sind schwer traumatisiert, sie leben beengt und perspektivelos, und sie wissen nicht, ob und wann sie wieder nach Hause können.» 

 
Handicap International versorgt in Jordanien verletzte Flüchtlinge mit Prothesen und Orthesen. Geschäftsführerin Petra Schroeter macht deutlich:
«Täglich kommen Tausende neue Flüchtlinge an, viele von ihnen mit Verletzungen. Diese sind auf spezielle Unterstützung angewiesen.»



Solidar Suisse
verteilt im Libanon Lebensmittel, Hygienepakete und Ausrüstung für den Schulunterricht der Kinder. Christian Gemperli, Projektverantwortlicher Humanitäre Hilfe, betont:
«Am Schlimmsten ist die Ungewissheit. Die Flüchtlinge haben keine Ahnung, wann sie zurückkehren können, wer dann an der Macht sein wird und ob heimkehrende Flüchtlinge Repressalien befürchten müssen.»

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
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    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.