Syrien

Finanzielle Direkthilfe für Flüchtlinge in Jordanien

  • 03.05.2013
  • Syrien

Fünf Partnerhilfswerke der Glückskette leisten in Jordanien finanzielle Direkthilfe an syrische Flüchtlinge. Die Glückskette organisierte mit ihnen vor Ort einen Informationsaustausch über die bestmögliche Umsetzung dieser Art Hilfe.

Der Konflikt in Syrien und die von ihm ausgelösten Flüchtlingsströme haben auch weitreichende Auswirkungen auf die Nachbarländer. In Jordanien treffen jeden Tag mehrere Tausend Flüchtlinge in den überfüllten Camps ein. Andere lassen sich auch in den Städten nieder und die Hilfswerke müssen ihre Unterstützung der Situation vor Ort anpassen. So wird zum Beispiel eine in der Öffentlichkeit vielleicht wenig bekannte aber inzwischen gängige Form der Unterstützung angewendet: finanzielle Direkthilfe (Cash Assistance) in Form von Bargeld oder Kreditkarten mit einem monatlich verfügbaren Betrag oder von Einkaufsgutscheinen. 

Unlängst von einem Besuch in Jordanien zurückgekehrt, fasst Manolo Caviezel, Projektbeauftragter der Glückskette für Syrien, die Vorteile dieser Hilfsform zusammen: «Dank dieser finanziellen Direkthilfe können die Begünstigten einen Teil ihrer Bedürfnisse gemäss den eigenen Prioritäten bestreiten und sich auch besser in die städtische Gemeinschaft integrieren. Sie können ihre Miete bezahlen und Lebensmittel kaufen, was wiederum den lokalen Geschäften zugute kommt.» Das Ziel ist einfach: eine wirksame, bedürfnisgerechte Hilfe für die Flüchtlinge mit gleichzeitiger Förderung der Selbständigkeit.


Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Damit dieses System funktioniert, müssen im Aufnahmeland die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: Stabilität und Sicherheit, geeignete Infrastrukturen und ein operationelles Bankensystem. Zwei der fünf Hilfswerke haben in Jordanien in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungn mit diesem System gemacht.

Zur Auswahl der Begünstigten haben die Hilfswerke in Jordanien soziale Kriterien aufgestellt. Dazu gehören unter anderem alleinstehende Frauen mit Kindern, Behinderte und  kinderreiche Familien.

In Anbetracht der bereits grossen Anzahl Hilfswerke mit einem Cash-Assistance-Programm in Jordanien erachtete die Glückskette den Informationsaustausch zu diesem Thema. mit ADRA, Caritas, Medair, dem Schweizerischen Roten Kreuz und Terre des hommes – Kinderhilfe als sinnvoll. Manolo Caviezel: «Das knapp dreitägige Seminar hat uns erlaubt, mit allen Beteiligten Wege zu prüfen, um die Umsetzung der Hilfe besser abzustimmen und zu koordinieren. Ein fortlaufender Informationsaustausch unterstützt das beständige Bemühen, den Begünstigten bestmöglich zu helfen.»

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