Syrien

Syrien: humanitäre Bedürfnisse steigen, Geldquellen versiegen

  • 17.03.2014
  • Syrien

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Seit drei Jahren befindet sich Syrien in einem Bürgerkrieg. Die zweiten Genfer Gespräche zwischen den verfeindeten Parteien brachten keine politische Lösung. Die syrische Bevölkerung und die Flüchtlinge leiden weiter und sind noch mehr als zuvor auf Hilfe angewiesen.

Laut der UNO sind drei Jahre nach Beginn des Konfliktes mehr als 2,5 Millionen Menschen aus Syrien geflohen. Viele von ihnen leben unter schwierigen Verhältnissen in den angrenzenden Ländern. 6,3 Millionen Menschen sind intern Vertriebene in Syrien selbst, fast die Hälfte unter ihnen sind Kinder. Damit wird die Syrienkrise demnächst zum Konflikt mit der weltweit grössten Zahl von Flüchtlingen.

Mit der steigenden Zahl von intern Vertriebenen steigen auch die humanitären Bedürfnisse in Syrien. Der Zugang zu diesen Zonen und die Arbeit der Hilfswerke sind jedoch sehr schwierig oder mit sehr grossen Gefahren verbunden.

Finanzierung von 39 Projekten

Der Grossteil der Hilfe der Glückskette konzentriert sich vor allem auf die Unterstützung der Flüchtlinge, die in den Nachbarländern Zuflucht gefunden haben. Die Stiftung hat während der vergangenen zwei Jahre 39 Projekte von neun Partnerhilfswerken in Syrien, im Irak, in Jordanien, im Libanon und der Türkei finanziert. Diese Projekte bieten den Flüchtlingen finanzielle Hilfe für die Bezahlung der Miete, medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe und Unterstützung bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnissen, insbesondere für Kinder.

Vor und nach dem Winter

Mit sogenannten «Winterization-Projekten» trugen die Glückskette und ihre Partnerhilfswerke zudem dazu bei, dass die Flüchtlinge den zweiten Winter besser überstehen konnten. Durch die Verteilung von Öfen und Gutscheinen für Heizöl, Decken und Isolationsmaterial konnten die Flüchtlinge ihre Unterkünfte besser isolieren und heizen. Der nächste Winter kommt leider auch wieder, und voraussichtlich unter noch widrigeren Umständen.

Spendengelder eingesetzt

Die Glückskette engagiert sich auch weiterhin für die Opfer des Syrienkonfliktes und setzt die Hilfe im Rahmen der verfügbaren Mittel weiter um; im Moment sind die Spendengelder jedoch praktisch aufgebraucht. Spenden sind deshalb sehr willkommen.

Spenden sind jederzeit möglich auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Syrien») oder online. Einzahlungsscheine der Glückskette liegen in jeder Poststelle auf.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

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    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

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    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.