Ertdbeben Iran

Ein Jahr nach der Erdbebenkatastrophe von Bam: Waisenkinder, Behinderte, Häuserbau, Dattelpalmen...

  • 25.05.2005
  • Erdbeben Iran

Am frühen Morgen des 26. Dezember 2003 zerstörte ein schweres Erdbeben weitgehend die iranische Oasenstadt Bam und forderte gegen 35 000 Tote. Die Glückskette erhielt innert weniger Tage Spenden in der Höhe von gut 10 Millionen Franken und beteiligte sich bei der Sofort- und Nothilfe.

In der Zwischenzeit haben mehrere Schweizer Hilfswerke bei der Glückskette Projekte eingereicht, die bis zu 80 Prozent von der Glückskette finanziert werden: Die Caritas Schweiz ist daran, über 400 Häuser zu bauen und Terre des hommes begleitet in 17 Quartierzentren mehrere tausend traumatisierte Kinder, viele Waisen oder Halbwaisen. HEKS beteiligt sich am Bau von zwei Schulen, Medair baut mehrere Kilometer Wasserzuleitungen für die lebenswichtigen Dattelplantagen und zahlreiche Wohnhäuser, während Handicap International mit einer Prothesenwerkstatt rund 270 Behinderte - alles Opfer der Erdbebenkatastrophe - betreut.Während in der Umgebung von Bam die Hilfsprojekte beachtliche Fortschritte machen, konnte mit dem Wiederaufbau in der Innenstadt von Bam erst jetzt begonnen werden. Dies hat mit einer Neuplanung der Stadt (mit der Fläche von Winterthur) zu tun: Der entsprechende Masterplan wurde mal von den Behörden, mal von der Bevölkerung abgelehnt und musste mehrmals überarbeitet werden. So wartet beispielsweise das Schweizerische Rote Kreuz noch immer auf die Bewilligung zum Bau von zwei Gesundheitszentren. Diskussion um Baumaterialien und die Erdbebensicherheit der künftigen Häuser haben ebenfalls zu Verzögerungen im Wiederaufbau geführt.

Dr. Abbas Ismail, Stadtratspräsident von Bam, der offiziell die Bevölkerung vertritt, hat kürzlich gegenüber der Glückskette die Wichtigkeit der Hilfe aus der Schweiz betont und den Spenderinnen und Spendern im Namen seiner Stadt für die wertvolle Unterstützung gedankt.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

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    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

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    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.