Erdbeben Kashmir

Spendenaufruf Erdbeben Kaschmir: Nach der Nothilfe jetzt der Wiederaufbau

  • 10.04.2006
  • Erdbeben Kashmir

Nach der Nothilfe während der Wintermonate für die Opfer der schweren Erdbebenkatastrophe vom letzten Oktober in Kaschmir beginnt in Pakistan und Indien jetzt der Wiederaufbau von Wohnhäusern und Schulen. Dank der grossen Solidarität aus aller Welt und eines verhältnismässig milden Winters konnte die befürchtete "zweite Katastrophe" mit Tausenden von Kälte- und Seuchenopfern vermieden werden. Allerdings ist sechs Monate nach der Katastrophe ein Grossteil der fast 12 Mio Franken an Spenden aufgebraucht.

In Pakistan werden die Behörden den Bau von privaten Wohnhäusern mit direkten Zahlungen an die Opfer stark fördern. Die Hilfe aus der Schweiz konzentriert sich daher vermehrt auf den Bau von Schulhäusern, Gemeinschaftsanlagen und soliden Provisorien für den nächsten Winter, da der Wiederaufbau von Hunderttausenden von Häusern mehrere Jahre dauern wird.
Die Projektkommission der Glückskette hat bereits erste Wiederaufbauprogramme bewilligt, u.a. für 15 Schulen und zwei Gesundheitszentren von HEKS in der Region Bagh, Azad Kashmir. Die Bauarbeiten beginnen im Mai. Damit können bis 2000 Schulkinder den Unterricht wieder unter einem festen Dach besuchen. HEKS sieht zudem den Bau von 50 Wohnhäusern zugunsten von alleinstehenden Frauen, Waisenkindern und Erdbeben-Invaliden vor. Für den Wiederaufbau plant HEKS den Einsatz von mindestens 1,5 Millionen Franken. Das Erdbeben hatte über 6000 Schulen zerstört. HEKS hatte bereits mit 520, Caritas mit 850 Grosszelten für Schulen und Spitäler erste Hilfe geleistet.
Weitere 750'000 Franken gehen an Hilfsoperationen von Terre des hommes Lausanne: in 17 Gemeinschaftszentren werden 2000 traumatisierte Kinder betreut. Zudem beschafft das Kinderhilfswerk Stühle, Pulte und Schulmaterial für 50 Schulen und stellt 46 Quellbrunnen mit dazugehörigen Wasserleitungen wieder instand.
Das Schweiz. Rote Kreuz legt im Wiederaufbau den Schwerpunkt auf die Gesundheit vor allem der Frauen und Kinder, auf Trinkwasser und Hygiene und auf die Ausbildung von Mädchen. Mit einfachen Schutzbauten sollen vor allem Betagte und Witwen während der regenreichen Monsunmonate und im nächsten Winter ein gesichertes Obdach erhalten. Die Anstrengungen des Roten Kreuzes konzentrieren sich auf abgelegene ländliche Gebiete in über 1'500 Meter Höhenlage der nordwestlichen Grenzprovinz.
Caritas Schweiz hat für die Nothilfe bisher rund 6 Millionen Franken eingesetzt und bereitet ebenfalls den Wiederaufbau vor. Sie wird in der North West Frontier Province öffentliche Gebäude und Privathäuser, die durch das Beben zerstört wurden, erdbebensicher wieder aufbauen. Das Volumen der Caritas-Wiederaufbauprojekte wird mindestens 4 Millionen Franken betragen.
Handicap International kümmert sich seit dem Erdbeben um die Pflege und die Reintegration von Behinderten (Amputierte, schwere Rückenverletzungen). Eine Werkstatt zur Herstellung von Prothesen wird durch zwei Therapiezentren ergänzt - ihre Zahl wird demnächst verdoppelt.
Medair, ein weiteres Partner-Hilfswerk der Glückskette, legt seine Schwerpunkte auf Gesundheits- und Hygieneprogramme, hilft beim Aufbau von 63 Schulen und 22 Gesundheitszentren und leistet wirtschaftliche Starthilfe an 250 arme Familien mittels Rindern und Nähmaschinen.

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