Erdbeben Kashmir

Augenschein in Pakistan: M. Gulsheravan

  • 17.07.2006
  • Erdbeben Kashmir

«Als die Erde bebte, befand sich meine Frau im Stall. Ich arbeitete mit meinen Kindern auf dem Feld,» erzählt Bauer Gulsheravan mit einem langen Seufzer, welcher Bände spricht. Die zehnköpfige Familie wohnt in Shawar, einem typischen Dorf in den Bergen im Nordosten Pakistans. Auch sein Haus wurde am 8. Oktober 2005 vom Erdbeben total zerstört. Stolz zeigt er das feste Zelt und die Latrine. Dank Geldern der Glückskette konnte die Familie in einem von Caritas Schweiz zur Verfügung gestellten Zelt den harten Himalajawinter überstehen.

«Von der Regierung ist bis heute niemand gekommen, um die Schäden zu protokollieren. Das wird sicher noch lange dauert», stellt der hart geprüfte Mann fest. Das solide Zelt erlaubt der Familie ein zwar entbehrungsvolles, aber halbwegs normales Leben.

Für den Wiederaufbau erhalten die Betroffenen eine Barentschädigung der pakistanischen Regierung. Das gut gemeinte System hat allerdings einige Hindernisse zu überwinden, und es ist wahrscheinlich, dass der Wiederaufbau nicht vor dem nächsten Jahr beginnen kann. Deshalb sind feste provisorische Unterkünfte in der Übergangsphase unentbehrlich.

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