Java

Erdbebenhilfe für Java läuft - Hilfswerke und Glückskette stellen eine Million zur Verfügung

  • 30.05.2006
  • Java

Die privaten Schweizer Hilfswerke und die Glückskette haben mittlerweile eine Million Franken für die Opfer der Erdbebenkatastrophe auf Java zur Verfügung gestellt. Die Mittel werden für Überlebenshilfe und Wiederaufbau eingesetzt - Hilfsoperationen, die bereits voll im Gang sind. Fachleute und Hilfsgüter konnten teilweise aus dem benachbarten Sumatra (Aceh), wo der Wiederaufbau nach dem Tsunami läuft, vorübergehend umgelagert werden.

Das Schweiz. Rote Kreuz (SRK) entsendet eine Krankenschwester und einen Logistiker in das Katastrophengebiet. Medikamente und Verbandmaterial werden im Feldspital der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften verteilt, das 200 Betten umfasst. Zusätzlich liefert das SRK medizinische Hilfsgüter für 10'000 Personen sowie Planen und Zelte für Obdachlose. Im Erdbebengebiet stehen 400 Freiwillige des Indonesischen Roten Kreuzes im Hilfseinsatz. Insgesamt wendet das SRK 250'000 Franken für die Nothilfe in Java auf.


Die Caritas hat für Nothilfemassnahmen einen Beitrag von 250 000 Franken gesprochen. Ihre Hilfe richtet sich an rund 15'000 Opfer der Katastrophe. Gemeinsam mit den Partnern aus dem internationalen Caritas-Netz betreut sie Obdachlose. Sie stellt deren Versorgung mit Zelten, Hygiene-Artikeln, Küchensets und Medikamenten sicher. Zwei Delegierte organisieren und überwachen die Hilfsmassnahmen.


HEKS leistet Nothilfe im stark betroffenen Distrikt Klaten: In vier Dörfern erhalten die Menschen sauberes Trinkwasser sowie Decken und Plachen. An Familien mit Kindern unter fünf Jahren werden Milchpulver und Baby-Nahrung verteilt. Zudem werden öffentliche Küchen eingerichtet, wo Obdachlosen täglich warme Mahlzeiten beziehen können. Bis jetzt wurden 250'000 Franken freigegeben.


Handicap International (HI) war schon vor dem Beben mit 12 MitarbeiterInnen in Yogyakarta präsent und hat sofort mit der Betreuung von Opfern mit schweren Verletzungen begonnen. Es handelt sich dabei vor allem um Knochenbrüche und Kopfverletzungen. Rund 40 Prozent der über 10'000 Verletzten sind Kinder. HI verstärkt ihre Equipe mit Spezialisten, die über eine grosse Erfahrung aus früheren Erdbeben verfügen (Türkei, Iran, Pakistan). Bewilligt: 150'000 Franken.


Die Heilsarmee, führt in der Region vier Spitäler mit rund 500 Betten. Das William-Booth-Hospital in Semarang dient als Basis für Nothilfegruppen im Erdbebengebiet, wo Zelte für medizinische Erstversorgung eingerichtet werden. Weiter gehört die Verteilung von Nahrungsmitteln, Kleider und seelsorgerische Unterstützung zu den Hilfsangeboten.


Die Partnerorganisationen der Stiftung Terre des hommes versorgen seit der Katastrophe in der Region Bantul ebenfalls Obdachlose mit Nahrung, Wasser und medizinischer Hilfe.


Die Glückskette, die ihrerseits sofort 100'000 Franken zur Verfügung stellte, ruft zu Spenden auf.

In allen Postbstellen liegen Einzahlungsscheine der Glückskette bereit.
Die humanitäre Hilfe des Bundes (DEZA) umfasst bis jetzt einen Beitrag von 100'000 US-Dollar ans indonesische Rote Kreuz, und das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) setzt fünf Experten in Indonesien ein. Es geht in den ersten Tagen vor allem um die rasche Lieferung von Medikamenten, die im Erdbebengebiet zurzeit fehlen.

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

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