Kinderopfer von Kriegen

Direkte Kriegsfolgen

  • 20.10.2003
  • Kinder - Opfer von Kriegen

Am 27. April starben drei Kinder, die in Basrah/Irak in einem Hinterhof mit einer Hülse spielten. Sie hatten nicht bemerkt, dass es eine nicht explodierte tödliche Granate war. Weltweit sterben jedes Jahr ungefähr 20'000 Menschen durch Minen, oft trifft es spielende Kinder. Schätzungsweise 10 Millionen Landminen sind in der Erde verborgen - selbst wenn keine neuen gelegt würden, bräuchte man 1'100 Jahre, um sie alle zu entfernen...

In den letzten Jahren starben 2 Millionen Kinder in Kriegsgebieten. Weitere 4 Millionen bleiben durch Verletzungen und direkte Kriegsfolgen lebenslänglich behindert, 2 Millionen wurden durch Verletzungen entstellt. (Zahlen: Unicef). Und selbst wenn Kinder kriegerische Auseinandersetzungen einigermassen heil überleben, werden sie oft zu Waisenkindern, werden vertrieben und verlieren sowohl Familie wie soziale Einbettung...

Projektbeispiel

Land: Westbank, Palästina

Projektbeschrieb: Kinder in Palästina sind durch die gewalttätigen Ereignisse der Intifada traumatisiert

Sie erleben fast täglich Schiessereien und Bombardierungen oder haben Angehörige in der Familie verloren. Kinder sind auch selber Opfer der militärischen Auseinandersetzungen: Bisher sind über 500 Kinder durch die Intifada umgekommen, Tausende wurden verletzt, z.T. mit langfristigen Behinderungen. Manche Kinder erleben Hauszerstörungen oder Hausdurchsuchungen mit und sind Zeuge von Verhaftungen und Misshandlungen von Familienmitgliedern; viele sind aber einfach traumatisiert durch die täglichen Gewaltbilder im Fernsehen. Der Druck von aussen wirkt auch nach innen. Soziale Spannungen und Gewalt gegen Frauen und Kinder in den Familien nehmen zu. Laut Studien wird auf die Frage nach den dringendsten Bedürfnissen die psychosoziale Unterstützung für Kinder (und ihre Familien) nach Nahrungsmitteln und Geld denn auch an dritter Stelle genannt.

Die Palestinian Working Women Society for Development PWWSD betreibt seit 1992 eine Kinderbibliothek und ein Community Center in Nablus, wo sozial benachteiligte Kinder und ihre Familien in psychischen und sozialen Notsituationen fachkundige Beratung und ein breites Bildungsangebot finden. Nach Ausbruch der Intifada im September 2000 hat das Zentrum ein psychologisches Kriseninterventionsprogramm für Kinder und ihre Familien aufgebaut, da Nablus besonders stark von militärischen Auseinandersetzungen und Zerstörungen betroffen ist. Mit Debriefings, Einzel- und Familientherapien sowie Animationsaktivitäten wie Mal-, Theater-, Musik- und Spielgruppen in Schulen, Quartieren und Flüchtlingslagern will das Projekt die langfristigen Folgen der Traumatisierungen lindern und den Kindern dringend benötigte Freiräume und Alternativen zum gewalttätigen Umfeld anbieten.

Begünstigte:
Animations-Aktivitäten: Rund 3500 Kinder und Jugendliche aus Nablus, mehrheitlich aus der Altstadt und umliegenden Flüchtlingslagern Einzel- und Familientherapien: 60 - 80 Kinder/Jahr

Hilfswerk: cfd Christlicher Friedensdienst

Lokaler Partner vor Ort: Palestinian Working Women Society for Development PWWSD
Sammelkampagne der Glückskette "Kinder - Opfer von Kriegen"

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.