Kosovo

Glückskette im Kosovo: Erfolg in kleinen Schritten

  • 25.05.2005
  • Kosovo

Mehr als 80 Hilfsprojekte wurden seit 1999 Dank den Spendegeldern der Glückskette im Kosovo finanziert. Die Partner-Hilfswerke der Glückskette realisierten für mehr als 49 Millionen Franken Projekte, unparteiisch auf allen Seiten des Konflikts. Einige Hilfswerke sind noch immer an Ort und Stelle tätig. Schwerpunkt ist heute nicht mehr der Wiederaufbau von Häusern - die Hilfe soll vermehrt die Berufsbildung von Jugendlichen fördern. Wichtig sind Friedensförderungs-Programme. Ein friedliches Zusammenleben zwischen Serben, Roma, Aschkali, Gorani und Kosovo-Albanern muss in kleinen Schritten aufgebaut werden.

Glückskette-Mitarbeiter Lars Büchler besuchte vor kurzem solche Projekte: - Im Gesundheitsprogramm des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) werden Familienärzte und Hebammen für Gemeinden auf dem Land ausgebildet. - Das neue Strafgesetz erlaubt Richtern bei Verurteilungen von Minderjährigen, Strafen in gemeinnützige Arbeitseinsätze umzuwandeln. Terre des hommes Lausanne hat dafür einen entsprechenden Dienst aufgebaut. Die Jugendlichen müssen so z. B. eine Anzahl Stunden in Altersheimen, in der Verwaltung, oder bei der Feuerwehr leisten. Die Jugendlichen bleiben oft über die Strafzeit hinaus im Projekt und erhalten indirekt eine "Ausbildung". - In Peia wird ein Frauenhaus vom Christlichen Friedensdienst (cfd) unterstützt. Kosovo-Albanerinnen bieten Weiterbildungskurse an und fördern die Vernetzung von Frauengruppen. Nach dem Augenschein fasst Büchler zusammen: „Das erklärte Ziel der UN-Verwaltung im Kosovo, eine multiethnische Gesellschaft und die Integration von Minderheiten zu schaffen, wird vorangetrieben. Hilfe ist aber nach wie vor nötig. So leben 250 Romas und deren Familien immer noch in kleinen Baracken neben einer stark bleihaltigen Schutthalde in Mitrovica. Viele Kinder haben deshalb Wachstums- und Konzentrationsstörungen." Die Glückskette engagiert sich weiter und unterstützt folgende Projekte: Caritas Schweiz: Unterstützung von Minderheiten (Gorani, Roma), Landwirtschafts-projekt, Berufsschule in Gjakova SAH: Milchsammelstellen und Bauernvereine Heks: Mikrokredite, Einkommensförderung, Frauenorganisationen und Unterstützung von Minderheiten (Aschkali). SRK: Ausbildung von psychiatrischem Personal und Ausbildung von Familienärzten. CFD: Frauenhaus und Weiterbildung für Frauen TdhL: Projekt für Jugendliche nach Gesetzesverstössen.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.