Waldbrände Griechenland

In Andritsena blöken wieder die Schafe

  • 29.04.2008
  • Waldbrände Griechenland

Noch sind uns die Bilder der verheerenden Waldbrände vom letzten Sommer in Griechenland in Erinnerung: Weite Teile auf dem Peloponnes wurden ein Raub der Flammen, Menschen und ganze Tierherden verloren ihr Leben, zahlreiche Häuser wurden teilweise oder ganz zerstört.

Die Glückskette hatte -  auf Anregung von Griechen in der Schweiz - Ende August ein Sammelkonto eingerichtet, wo innert weniger Tage über 100'000 Franken zusammen kamen. Mit einer Gruppe von Griechen und Ärzten in Freiburg wurde ein Hilfsprojekt für die betroffene Bevölkerung des Dorfes Andritsena ausgewählt: 2 Wasserreservoirs, Anschaffung von Schafen und Erschliessung einer Wasserquelle.
Die Glückskette verpflichtete sich, mit 100'000 Franken die Hälfte der Projektkosten zu übernehmen. Vor wenigen Tagen sind jetzt die letzten der 776 Schafe aus dem Norden Griechenlands im Bergdorf eingetroffen. «Die Freude war gross», beschreibt der Initiator, der griechischstämmige Freiburger Chirurg Panayotis Petropoulos die Stimmung - er war bei der Verteilung in Andritsena dabei. Die Wahl fiel auf Andritsena, weil die Ausland-Griechen dort bereits eine kostbare Bibliothek unterstützen, die vom grossen Brand verschont blieb.
Die beiden Wasserreservoirs sind Ende Mai fertig erstellt, die Wasserquelle im Nachbardorf wird demnächst erschlossen. «Man darf bei solchen Hilfsaktionen nicht Geld verteilen, sondern muss Hilfe zur Selbsthilfe finanzieren», kommentiert Petropoulos. Später werden allenfalls noch Aufforstungsprojekte unterstützt.

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