«Jeder Rappen zählt» 2013

«Jeder Rappen zählt» 2013: Erste Projekte für Kinder in Slums

  • 27.03.2014
  • «Jeder Rappen zählt» 2013

©Luca Zanetti/Caritas Schweiz

Rund 3 Millionen Franken wurden während der Aktion «Jeder Rappen zählt» 2013 für Kinder in Slums gespendet. Drei Monate später hat die Glückskette die ersten Projekte der Partnerhilfswerke bewilligt, welche zum Ziel haben, die Lebensbedingungen von Kindern in Slums zu verbessern.

Brasilien ist zwar ein Schwellenland, doch die Ressourcen und der Reichtum sind extrem ungleich verteilt. Quartiere mit grossen Einkommensunterschieden und fehlenden sozialen Einrichtungen weisen eine extrem hohe Gewaltquote auf. Ausserdem leben in Brasilien laut Schätzungen von UNICEF rund 10 Millionen Kinder auf der Strasse. Zu ihrem Alltag gehören Gewalt, Kinderarbeit und Prostitution.

Hoffnung für Strassenkinder

In Rio de Janeiro arbeitet Caritas Schweiz mit der lokalen Partnerorganisation São Martinho zusammen und hilft 1300 Kindern, die bereits auf der Strasse leben oder die diesem Risiko ausgesetzt sind. Im Zentrum von São Martinho erhalten die Kinder Mahlzeiten, können Duschen und werden bei rechtlichen und medizinischen Problemen unterstützt. Wenn es die Verhältnisse zulassen, werden die Kinder wieder in ihr familiäres Umfeld zurückgeführt, wobei sowohl die Kinder, als auch die Familien bei diesem Prozess begleitet und unterstützt werden.

Myanmar (Burma) blickt auf 50 Jahre Isolation, Militärregime, ethnische und politische Konflikte sowie Armut zurück. Viele Kinder verlassen ihre Familien, weil diese zerbrochen sind, sie missbraucht werden oder die Eltern zu arm sind, um sich um sie zu kümmern. Diese Kinder finden sich in den grössten Städten wieder, wo sie entweder unter unwürdigen Bedingungen arbeiten oder sich mit Betteln oder Kleindiebstahl durchschlagen. Werden sie dabei von der Polizei aufgegriffen, landen sie während langer Zeit in staatlichen Einrichtungen.

In den beiden Grossstädten Mandalay und Yangon unterstützt Terre des hommes – Kinderhilfe das Ministerium für soziale Angelegenheiten dabei, die Kinder, die auf den Strassen aufgegriffen wurden, wieder in ihre Familien oder in die Gemeinschaft einzugliedern. Ausserdem werden die staatlichen Einrichtungen dabei unterstützt, die Kinder, die sich in ihrer Obhut befinden, besser zu betreuen und zu schützen.

Bessere Bildungschancen für Kleinkinder

In Kolumbien dauern die bewaffneten Konflikte bereits über mehrere Jahrzehnte, wodurch laut dem UNHCR mindestens 4,7 Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer (10 % der Gesamtbevölkerung) zu intern Vertriebenen wurden. In der Stadt La Dorada wachsen die Kinder in einem von Gewalt geprägten Umfeld auf. Positive Zuwendung der Eltern erfahren sie kaum und regelmässige ausgewogene Mahlzeiten kennen sie nicht.

Weil besonders in der frühen Kindheit die ersten Weichen für eine bessere Zukunft gelegt werden, setzt sich Vivamos Mejor durch die Unterstützung von Tagesmüttern dafür ein, dass diese Kinder eine liebevolle Betreuung erhalten und dass sie auf den Eintritt in die staatliche Schule vorbereitet werden. In einer früheren Projektphase hat sich gezeigt, dass die Kinder, welche von dieser Unterstützung profitiert haben, gut im Unterricht mithalten und zum Teil gar überdurchschnittliche Leistungen erbringen.

Die Glückskette prüft zur Zeit weitere Projekte für Kinder in Slums, welche bereits von den Partnerhilfswerken eingereicht wurden.

Video über das Projekt von Caritas Schweiz in Rio de Janeiro »

 

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