«Jeder Rappen zählt» 2014: Vom Spender zum Hilfsprojekt

Die Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» von Schweizer Radio und Fernsehen SRF sowie der Glückskette sammelte letztes Jahr für Familien auf der Flucht. Zwei Studentinnen der HTW Chur haben den Weg vom Spender bis zur Flüchtlingsfamilie genauer unter die Lupe bzw. vor das Kamera-Objektiv genommen.

2014 sammelte «Jeder Rappen zählt» für Familien, die aufgrund von Kriegen oder Gewalt ihre Heimat verlassen mussten und sich auf der Flucht befinden. Damit konnten bisher sieben Projekte von sechs verschiedenen Partnerhilfswerken in fünf Ländern finanziert werden. Doch wie werden die 7'018'137 Spendenfranken konkret eingesetzt?

Mona Bertschinger und Larissa Schneider haben sich im Rahmen ihres Bachelorstudiums als «Multimedia Producer» an der HTW Chur dieser Frage angenommen. In Form eines 35-minütigen Dokumentarfilms haben sie den Weg des Spendengeldes verfolgt – von der «Jeder Rappen zählt»-Aktion 2014 in Luzern, über die Projektprüfung durch die Glückskette bis ins Flüchtlingslager im Libanon.

Dafür haben die zwei Studentinnen im Dezember 2014 Menschen auf dem Europaplatz in Luzern befragt. Sie habe sich mit Experten und Mitarbeitenden der Glückskette sowie dem HEKS, einem Partnerhilfswerk der Glückskette, unterhalten. Und sie sind im Mai 2015 in den Libanon gereist und haben während einer Woche ein Flüchtlingsprojekt von HEKS im Shatila Camp besichtigt. Dabei erlebten sie den Alltag von syrischen Flüchtlingsfamilien hautnah mit und konnten sich selber ein Bild machen davon, wie die JRZ-Spendengelder helfen, die dringendsten Bedürfnisse der Familien auf der Flucht abzudecken.

Direktlink zu den einzelnen Themen, kurz und bündig erklärt:

Die Spenden treffen ein – und jetzt? Das Vorgehen der Glückskette »»

Vor Ort: Ein «Jeder Rappen zählt» Projekt in Beirut »»

Wie wird entschieden, welche Projekte und mit wie viel Spendengeld unterstützt werden? Die Projektkommission der Glückskette »»

Was passiert mit dem Spendengeld, bevor es an die Partnerhilfswerke überwiesen wird? Die Finanzstrategie der Glückskette »»

Wie viel Geld geht direkt an die Flüchtlinge? »»

Vor Ort: Der Alltag einer syrischen Flüchtlingsfamilie in Beirut »»

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

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