Taifun Haiyan

Philippinen: Sechs Monate nach der Katastrophe nimmt der Wiederaufbau Gestalt an

  • 08.05.2014
  • Taifun Haiyan

Vor sechs Monaten verursachte der Taifun Haiyan auf den Philippinen grosse Schäden. Bis heute erhielt die Glückskette 42,2 Millionen Franken. Mit 9,7 Millionen Franken wurden bereits 13 Hilfsprojekte finanziert, welche von 8 Partnerhilfswerken der Glückskette durchgeführt werden. Bis Ende Jahr sollen 7'000 Häuser in traditioneller Bauweise und mit traditionellen Baumaterialien wieder aufgebaut werden, wobei darauf geachtet wird, dass sie Naturkatastrophen künftig besser standhalten.

Die vor Ort tätigen Partnerhilfswerke haben die Glückskette inzwischen über ihre Strategien und Pläne für die Philippinen informiert. Sie hielten sich bei der Ausarbeitung ihrer Strategien an die Richtlinien der Glückskette, welche den Schwerpunkt in erster Linie auf den Wiederaufbau von Häusern für Familien, Schulen und Gesundheitseinrichtungen sowie auf einkommensschaffende Aktivitäten im Bereich der Land- und Forstwirtschaft legen.

Die Stiftung wird ihre Unterstützung auf die Opfer der Inseln Samar und Leyte konzentrieren, die durch die heftigen Winde und die vom Taifun ausgelösten Sturmfluten grosse Schäden erlitten. Insbesondere Fischer und Bauern haben sehr unter den Folgen der Katastrophe zu leiden.

Unterstützung privater Initiativen


Die Hilfswerke haben Anfang des Jahres mit der Unterstützung beim Wiederaufbau der Häuser begonnen. Dabei können sie sich auf die Fähigkeiten und den Willen der betroffenen Menschen stützen, die versuchen, ihre Unterkünfte aus eigener Kraft wieder aufzurichten. Parallel dazu läuft in gewissen, besonders stark verwüsteten Gebieten die Nothilfe weiter. Die Fundamente, Holzkonstruktionen, Dachstühle und das Wellblech werden, unter Einhaltung der Normen eines erdbeben- und wirbelsturmsicheren Bauens, häufig in Mitarbeit mit den Begünstigten aufgebaut. Bewohnerinnen und Bewohner, die über die nötigen Mittel verfügen, können den Boden und die Wände anschliessend selber beliebig gestalten oder ihre Unterkunft vergrössern; schutzbedürftigere Menschen erhalten ein schlüsselfertiges Haus.

Unterstützte Hilfswerke: ADRA, Association des Amis de la Fraternité International des Prisons (kein Partnerhilfswerk), Caritas Schweiz, HEKS, Medair, Schweizerisches Rotes Kreuz, Solidar Suisse, Terre des hommes – Kinderhilfe sowie betroffene Schweizerinnen und Schweizer über die Auslandschweizer-Organisation.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
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    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.