Überschwemmungen Balkan

Bilanz ein Jahr nach den Balkan-Überschwemmungen

  • 19.05.2015
  • Überschwemmungen Balkan

© Glückskette / Patrick Rohr

Im Mai 2014 wurden mehrere Balkanländer von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Tausende Menschen verloren ihr Hab und Gut, viele Gebäude wurden stark beschädigt. Minen wurden weggeschwemmt und stellten in der Folge eine grosse Gefahr für die Bevölkerung dar.

Die Glückskette hat aufgrund des grossen Ausmasses der Katastrophe zu Spenden aufgerufen und 4,9 Millionen Franken gesammelt. Mit diesem Geld konnte die Stiftung in Bosnien-Herzegowina und Serbien einerseits Nothilfeprojekte finanzieren, aber auch zum Wiederaufbau beitragen. Die Projekte wurden von fünf Partnerhilfswerken und von einem nichtakkreditierten Hilfswerk umgesetzt*. Die gesamten Spendengelder sind somit eingesetzt.

Drei Nothilfeprojekte

Insgesamt wurden drei Nothilfeprojekte finanziert, bei denen es um die Entschlammung und Entfeuchtung von Privathäusern und öffentlichen Gebäuden ging. Es wurde aber auch Geld für den Kauf von Möbeln, Haushaltswaren, Hygieneartikeln und anderen Gütern des Grundbedarfs vergeben. Ausserdem wurden bereits in dieser Phase neue Karten erstellt, die aufzeigen, wo die Minen, die durch das Hochwasser deplatziert wurden, sich neu befinden, und die Bevölkerung wurde im Umgang mit diesen Risiken geschult.

Drei Wiederaufbauprojekte

Im Rahmen der Wiederaufbauprojekte wurden vor allem beschädigte Privathäuser repariert oder wieder aufgebaut. Dabei kamen verschiedene Ansätze zum Einsatz: Hausbesitzer erhielten Geld, um die Reparaturen selbst auszuführen, oder sie erhielten das benötigte Material und führten die Arbeiten selbst aus, oder aber die Hilfswerke organisierten mit lokalen Arbeitern die Reparatur- oder Wiederaufbauarbeiten und übergaben die fertigen Häuser ihren Besitzern.

Minenräumung

Die Hochwasser hatten die Position vieler Minen aus dem Balkankrieg verändert. Das machte sie zu einer grossen Gefahr für die Bevölkerung. Die Glückskette hat deshalb ein Projekt der Schweizer Stiftung Digger finanziert, die in der Minenräumung spezialisiert ist. Das Land, das von Digger entmint wird, ist von hoher landwirtschaftlicher Qualität und bringt der Bevölkerung - einmal gesäubert - nebst Sicherheit einen enormen Mehrwert.

Qualitätssicherung

Eine Delegation der Glückskette hat im April dieses Jahres mehrere der von der Glückskette finanzierten Projekte besucht und konnte sich von deren Fortschritt und Qualität überzeugen. Nach der Beendigung der noch laufenden Projekte ist die Balkansammlung für die Glückskette abgeschlossen.

 

*Partnerhilfswerke: ADRA, Caritas Schweiz, HEKS, Handicap International, Schweizerisches Rotes Kreuz. Nicht akkreditiertes Hilfswerk: Digger Foundation

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.