Zyklon Myanmar/Burma

Zähflüssig – aber dringend nötig! Schweizer Hilfswerke stellen 600'000 Franken zur Verfügung

  • 07.05.2008
  • Zyklon Myanmar/Burma

Von der Wirbelsturmkatastrophe in Myanmar/Burma besonders betroffen ist die Region Irrawaddy im tiefergelegenen Küstengebiet, wo der Tropensturm von einer 3,5 Meter hohen Flutwelle begleitet war und über eine Million Menschen obdachlos gemacht hat. Noch ist es schwierig, sich über das wahre Ausmass der Katastrophe ein zuverlässiges Bild zu machen, da die Zahl der Opfer ständig steigt.

Entsprechend schwierig und zähflüssig gestalten sich Hilfsoperationen: Den Helferinnen und Helfern stellen sich riesige logistische Probleme; Verkehrswege sind unterbrochen, die Kommunikation funktioniert nur schlecht, es fehlt an Transportmitteln und Benzin ist knapp.
Zudem sind die Militärbehörden nicht gewohnt, unbürokratisch Einreisen und Hilfstransporte zu bewilligen, was Sofortmassnahmen empfindlich verzögert. Die Glückskette unterstützt die Aufrufe zahlreicher Hilfsorganisationen an die Behörden Burmas, allen ausländischen Helferinnen und Helfern den Zugang zum Katastrophengebiet zu erleichtern.

Die Glückskette baut primär auf Partner-Hilfswerke, die bereits vor der Katastrophe im Land tätig waren und über eigene Erfahrungen und einheimisches Personal verfügen. So verteilt beispielweise Médecins sans Frontières Schweiz mit medizinischen Equipen Notfall-Kits und plant einen Hilfsflug,  ADRA hat in Rangun ein Projektleiterpaar aus der Schweiz im Einsatz, das Schweiz. Rote Kreuz SRK arbeitet via Föderation mit dem burmesischen Roten Kreuz zusammen, und die Stiftung Terre des hommes mit Mitarbeitern von Tdh Italien. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi kann auf ihr bestehendes Netzwerk zurückgreifen.   

Die Sammlung der Glückskette findet bei der Bevölkerung der Schweiz in allen Landesteilen ein breites Echo. Vor allem die Spendemöglichkeit über Internet wird rege benützt. SRK, Caritas und Terre des hommes - Partner-Hilfswerke der Glückskette - haben bis jetzt je 200'000 Franken für Soforthilfe zur Verfügung gestellt.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.