Erdbeben Haiti

Start des Wiederaufbaus und Nothilfe im Kampf gegen Cholera

  • 22.12.2010
  • Erdbeben Haiti

Geschulte Maurer reparieren und verstärken ein Wohnhaus

In Haiti hat die Phase des Wiederaufbaus von Häusern und der Rehabilitation begonnen. Sie findet in ländlichen Gebieten statt, die ebenfalls vom Erdbeben schwer betroffen waren: in der Nähe von Gressier, Léogâne, Petit Goâve und Jacmel.

Diese Projekte, die alle seit Ende 2010 laufen, umfassen drei Arten von Hilfe: Wo immer möglich, wird die bestehende Behausung repariert und verstärkt. In anderen Fällen muss das Haus komplett neu aufgebaut werden. Eine dritte Methode schafft den Kern eines künftigen Hauses, der ab sofort und für längere Zeit bewohnbar ist, es den Familien aber ermöglicht, im Laufe der Jahre den Ausbau nach ihren Bedürfnissen nach und nach selber vorzunehmen. In allen drei Fällen geht es ausserdem darum, die Häuser hurrikanfest und erdbebensicher zu machen.

In der Hauptstadt Port-au-Prince ist es zurzeit noch nicht möglich, mit dem Wiederaufbau anzufangen. Zuerst müssen die Behörden ihre Hausaufgaben machen: Beseitigen der riesigen Schuttmassen, Klärung der Besitzes- und Bodenverhältnisse und die Erstellung eines Masterplans für die künftige Stadt. Das dürfte Jahre in Anspruch nehmen. In der Hauptstadt kümmert sich die Glückskette deshalb vorerst um Ausbildungs- und Gesundheitsfragen sowie um soziale Aufgaben: provisorische Instandstellung von Schulen, Ernährung und Unterstützung von Strassenkindern und Hilfe an Personen, die durch das Erdbeben körperliche Behinderungen erlitten haben.

Die Choleraepidemie, die mittlerweile grosse Teile des Landes erfasst hat, zwingt die Hilfswerke erneut zu Nothilfemassnahmen. Entsprechende Präventionsprogramme werden in die bereits laufenden Hilfsaktionen integriert. Zudem finanziert die Glückskette ebenso gezielt Cholerabekämpfung vor Ort.

Die Glückskette übernimmt während der ganzen Phase der Hilfeleistungen die Verantwortung gegenüber den Spenderinnen und Spendern, besucht selber Projekte oder beauftragt Experten mit dieser Aufgabe.

Fotos

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

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