Erdbeben Haiti

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti

  • 06.01.2011
  • Erdbeben Haiti

Dr. M. Weber, SRK, im Einsatz für Cholera-Patienten.

Am 12. Januar 2010 erschütterte Haiti ein verheerendes Erdbeben mit schlimmen Folgen für den von vielen Katastrophen gebeutelten Karibikstaat. Seit dem nationalen Sammeltag der Glückskette wurden knapp 66 Millionen Franken gespendet.

Bisher unterstützt die Glückskette 30 Projekte von 15 Partnerhilfswerken in der Höhe von 22,3 Millionen Franken. Die humanitäre Hilfe kommt trotz der schwierigen Situation auf Haiti langsam voran.

Die Arbeit der Schweizer Hilfswerke soll den Betroffenen die Rückkehr zu einer gewissen Normalität und Autonomie und in ein würdevolles und sicheres Leben ermöglichen. Die Projekte sind entsprechend auf ein langfristiges Engagement ausgerichtet. Im Moment sind 18 von der Glückskette finanzierte Projekte am Laufen und 12 wurden abgeschlossen: 370'000 Personen profitieren von der Nothilfe, davon sind 160'000 von der Cholera betroffen und weitere 80'000 profitieren von der Rehabilitation und dem Wiederaufbau.

Wiederaufbau und Rehabilitation

Der Wiederaufbau findet vor allem in den ländlichen Regionen ausserhalb von Port-au-Prince in den vom Erdbeben stark betroffenen Gebieten rund um die Städte Gressier, Léogâne, Petit Goâve und Jacmel statt. In Port-au-Prince sind die Voraussetzungen für den Wiederaufbau noch nicht gegeben. Das Beseitigen der riesigen Schuttmassen, die Klärung der Besitzes- und Bodenverhältnisse und die Erstellung eines Masterplans für die künftige Stadt gehören in den Aufgabenbereich der Behörden. Diese Vorarbeit dürfte noch Jahre in Anspruch nehmen. Trotz der zahlreichen Herausforderungen steht die Arbeit der Glückskette und ihrer Partner im Zeichen des Wiederaufbaus mit einer langfristigen Perspektive über die nächsten fünf oder mehr Jahre. In ihrer Rolle als Geldgeber besucht die Glückskette die Projekte oder beauftragt regelmässig Experten damit, den Fortschritt der Arbeiten zu evaluieren.

Nothilfe im Bereich der Cholerabekämpfung

Die Choleraepidemie, die seit Oktober mittlerweile grosse Teile des Landes erfasst hat, zwingt die Hilfswerke erneut zu Nothilfemassnahmen. Entsprechende Präventionsprogramme werden in die bereits laufenden Hilfsaktionen integriert.

Mehr Infos:

Zusammenfassung Projekte

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.