Erdbeben Haiti

Glückskette in Haiti

  • 15.06.2011
  • Erdbeben Haiti

Anfang Juni 2011 war eine Delegation der Glückskette in Haiti und informierte sich bei einigen ihrer Partnerhilfswerke darüber, wie die Gelder bisher eingesetzt wurden.

Fast anderthalb Jahre nach dem verheerenden Erdbeben ist knapp die Hälfte der gesammelten 66 Millionen Franken für 44 Projekte eingesetzt worden. Ein erneuter Ausbruch der Cholera stellt die Hilfsarbeiten momentan wieder vor zusätzliche Herausforderungen.

Die Radiojournalistin Ladina Spiess, welche in der DRS Sendung «Glückskette aktuell» immer wieder über die Arbeit der Glücksette informiert, war zum ersten Mal in Haiti und kehrte beeindruckt vom Überlebenswillen der Menschen auf der Karibikinsel zurück: «Die Unmengen von Schutt und die Trümmerhaufen erinnern noch an die Katastrophe, aber die Menschen sind wieder sehr zuversichtlich, obwohl man beim Wiederaufbau nur kleine Fortschritte sieht. Aber das Leben geht weiter: es wird verkauft und gehandelt, gearbeitet und gelacht.»

Rehabilitation und Wiederaufbau

Jean-Marc Richard unterstützt im Radio und Fernsehen der französischsprachigen Schweiz seit zwölf Jahren die Sammlungen der Glückskette, letztes Jahr auch diejenige für Haiti. Nun wollte er sich vor Ort ein Bild machen, wie das Geld der Stiftung von den Hilfswerken eingesetzt wird. Der Journalist ist optimistisch zurückgekehrt: Er hat für seine Reportagen vor allem junge Menschen getroffen, die ihm von ihrem Alltag erzählt haben. Einige erhielten psychologische Unterstützung und andere lernen nach einer Amputation mit der Prothese zu leben. «Es geht oft vergessen, dass nach einer Katastrophe nicht nur der Wiederaufbau von Häusern, sondern auch die Unterstützung in der Gesellschaft nötig ist, damit alle die Möglichkeit erhalten, wieder ein selbständiges Leben zu führen», erläutert Jean-Marc Richard die Situation der Betroffenen. 

Er war nicht zum ersten Mal in Haiti und wusste, dass das Land schon vorher immer wieder von Katastrophen getroffen worden war und die Menschen bereits unter schwierigen Umständen gelebt hatten. Einige Partnerhilfswerke der Glückskette sind seit mehr als 40 Jahren in Haiti tätig. Im Moment rechnen die Hilfswerke für den Wiederaufbau mit fünf bis acht Jahren.

«Glückskette aktuell» aus Haiti

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.