Erdbeben Haiti

Sichtbare Hilfe in Haiti

  • 25.11.2011
  • Erdbeben Haiti

Knapp zwei Jahre nach dem Erdbeben in Haiti zeigt ein Augenschein vor Ort, dass die Hilfe Früchte trägt: Betroffene haben ihre neuen Häuser bezogen, andere wurden medizinisch versorgt und sind wieder bei Kräften oder können nach einer Amputation dank einer Prothese wieder gehen. Die Glückskette hat von den mehr als 66 Millionen Spendengelder bereits rund 36 Millionen Franken eingesetzt. Drei konkrete Beispiele.

Rund eine Million Menschen verloren beim Erdbeben ihre Häuser. Seit dem Sommer lebt Savena Saint Vistal mit ihren beiden Töchtern und vier Enkeln im neuen Holzhaus in Palmiste à Vin, ganz in der Nähe von Leogane, dem Epizentrum des Erdbebens im Januar. Savena Saint Vistal gehört zu den 600 Familien, die vom Schweizerischen Roten Kreuz ein neues Holzhaus erhalten haben. Die begünstigten Familien mussten tatkräftig mithelfen: sie beförderten die Bausatzteile selbstständig von einem Lagerplatz auf die Baustelle, dort bauten die künftigen Hausbesitzer die Häuser mit ausgebildeten Handwerkern zusammen.

Medizinische Versorgung

Rund 300'000 Menschen wurden beim Erdbeben verletzt. Viele litten aber auch ohne Verletzungen an den Folgen des Erdbebens: Der vierjährige Lucce Louis lebte nach dem Erdbeben alleine bei seinem Vater, der mit der Versorgung des Kleinkindes überfordert war. Dem Jungen drohte der Hungertod bis er in ein Gesundheitszentrum von Médecins du Monde kam und von dort in ein Spital. Jetzt, 22 Monate nach dem Erdbeben ist der Junge wieder über dem Berg: der wohlgenährte Fünfjährige lebt zusammen mit seinem Vater bei Verwandten und ihren Kindern in einem Haus in Olivier.

Leben mit Behinderung

Handicap International schätzt, dass rund 1000 amputierte Menschen eine Prothese erhielten. So wie zum Beispiel Rose Marise Etrenne: Sie wurde beim Erdbeben unter einer Mauer eingeklemmt und verlor ihren rechten Unterschenkel. Dank einer Prothese hat sie den Weg zurück in ein normales Leben gefunden. «Ich kann wieder alles machen, ausser herumrennen,» strahlt die 36-jährige Mutter von fünf Kindern. Mit dem Verkauf von Mineralwasser versucht sie zum Lebensunterhalt beizusteuern. Die sechsköpfige Familie lebt zusammen mit den Familien ihrer zwei Brüder in einem Haus in Port-au-Prince, in das sie eben eingezogen sind.

 

 

 

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