Erdbeben Haiti

Haiti – zwei Jahre danach: Die Hilfe zeigt Wirkung

  • 12.01.2012
  • Erdbeben Haiti

Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben zieht die Glückskette Bilanz: Bisher hat die Glückskette 50 Hilfsprojekte von 16 Partnerhilfswerken in der Höhe von rund 36 Millionen Franken bewilligt, weitere Projekte werden im Moment geprüft. Über eine halbe Million Menschen profitieren bisher von der Hilfe.

Rund eine Million Menschen verloren beim Erdbeben ihre Häuser. Rund 300'000 Menschen wurden beim Erdbeben verletzt. Das Engagement der Glückskette und der Schweizer Hilfswerke soll den Betroffenen in Haiti die Rückkehr zu einer gewissen Normalität und Autonomie und in ein würdevolles und sicheres Leben ermöglichen. Deshalb steht die Hilfe der Glückskette und ihrer Partner im Zeichen des Wiederaufbaus mit einer langfristigen Perspektive über die nächsten fünf oder mehr Jahre. Die Glückskette besucht in ihrer Rolle als Geldgeberin die Projekte oder beauftragt regelmässig Experten damit, den Fortschritt der Arbeiten zu evaluieren.

Im Moment finanziert die Glückskette 22 laufende Hilfsprojekte und weitere 28 wurden bereits abgeschlossen: 447’052 Personen profitierten von der Nothilfe (davon waren 268’506 von der Cholera betroffen), 118'950 Personen profitieren von der Rehabilitation und dem Wiederaufbau. Nach der umfangreichen Nothilfe und Cholera-Bekämpfung (24,9% der eingesetzten Spendengelder) leben knapp zwei Jahre nach dem Erdbeben 29’000 Betroffene wieder in ihren reparierten Häusern oder stehen davor, ihre neuen Häuser zu beziehen oder helfen mit, sie wieder aufzubauen. Fast 200'000 Menschen wurden medizinisch oder psychologisch betreut und sind wieder bei Kräften oder können dank einer Prothese wieder gehen. Ausserdem sollen die Menschen auch in ihrer wirtschaftlichen Eigenständigkeit im Bereich der Landwirtschaft oder der Fischerei unterstützt und gefördert werden. 

Hilfe in der Hauptstadt 

Beim Erdbeben wurde die Infrastruktur von Port-au-Prince sehr stark betroffen und war lange Zeit gelähmt. Ein Grossteil des Schutts ist inzwischen zwar weggeräumt, aber die Mehrheit der Zeltstädte steht noch und der Wiederaufbau ist auch aufgrund der ungeklärten Landrechte weiterhin schwierig. Die Glückskette und ihre Partner kümmern sich in der Hauptstadt nach der Nothilfe vor allem um Ausbildungs- und Gesundheitsfragen sowie um soziale Aufgaben: provisorische Instandstellung von Schulen, Ernährung und Unterstützung von Strassenkindern und Hilfe für Personen, die durch das Erdbeben körperliche Behinderungen erlitten haben.

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Artikel NZZ vom 5. Januar 2012 »
Radiosendung «International» DRS1 8. Januar 2012 »

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.