Erdbeben Haiti

Augenschein in Haiti

  • 10.10.2012
  • Erdbeben Haiti

«Nach dem Wiederaufbau ist die Ausbildung der Menschen in Haiti die wichtigste Massnahme damit die Hilfe auch nachhaltig ist», so das Fazit von Tony Burgener, Direktor der Glückskette nach einem Augenschein vor Ort.

«Haiti ist und  bleibt auch über 30 Monate nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar 2010 ein äusserst fragiles Land», führt Burgener weiter aus. Auch wenn in der Hauptstadt und auf dem Lande die Spuren des Bebens nicht mehr so augenfällig sind, bleiben Armut und Not immens, gehörte der Karibikstaat doch bereits vor dem Erdbeben zu den ärmsten Ländern der Welt. Auch dank der Spenden aus der Schweiz leisten die Partnerhilfswerke der Glückskette im Rahmen von rund 50 Hilfsprojekten einen  Beitrag zur Linderung dieser Not. Die meisten dieser von der Glückskette mitfinanzierten Projekte sind in der Abschlussphase. Es geht jetzt darum das Wissen und die Kompetenzen an die lokale Bevölkerung weiterzugeben, damit der positive Einfluss des Wiederaufbaus und der Rehabilitation nicht verpufft sobald die Hilfswerke das Land verlassen.

Ausbildung für nachhaltige Hilfe

Bei den Bauprojekten hilft dabei die Schulung von Maurern, Schreinern und Vorarbeitern, welche auch in Zukunft den Unterhalt der neuerstellten Häuser und Latrinen gewährleisten. Für die Fischer des ADRA Projektes ist es wichtig, dass sie auch in den kommenden Jahren auf qualifizierte Arbeiter zählen können. Diese müssen in der Lage sein, die Boote wie auch Motoren zu reparieren. Im medizinischen Bereich setzen die darauf spezialisierten Hilfswerke auf Prävention und den Einbezug der Bevölkerung, um die Aktivitäten rund um die Grundversorgung so breit wie möglich abzustützen.

Eine bessere Zukunft für Haiti liegt aber auch in der Ausbildung der Jugendlichen. Ein Terre des Hommes Suisse Projekt fördert Jungen und Mädchen aus den Armenviertel von Port-au-Prince, welche die Berufsschule als diplomierte  Bäcker, Elektriker oder Plattenleger verlassen; mit der konkreten Aussicht auf eine Anstellung. Für diese Jugendlichen ist dies die Chance ihres Lebens.

Nach zehn Tagen in Haiti kehrt Tony Burgener mit der Gewissheit zurück: «Die Spendengelder werden sinnvoll, und soweit in einem solch fragilen Kontext möglich, auch nachhaltig eingesetzt. Dies dank der sehr professionellen Arbeit der Mitarbeiter unserer Partner vor Ort.»

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

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    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

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    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.