Erdbeben Haiti

Bisher 48 Millionen Franken für Hilfe eingesetzt

  • 09.01.2013
  • Erdbeben Haiti

Drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti zieht die Glückskette Bilanz über die bisher abgeschlossenen Nothilfe- und laufenden Wiederaufbauarbeiten. Von den insgesamt knapp 66 Millionen Franken Spendengeldern, die bei der Glückskette eingegangen sind, konnten bisher mehr als 48 Millionen Franken in 61 Projekten eingesetzt werden.


Haiti ist und  bleibt auch drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar 2010 ein äusserst fragiles Land und wurde erst im vergangenen August und im Oktober wieder von Wirbelstürmen («Isaac» und «Sandy») getroffen. Auch wenn in der Hauptstadt und auf dem Lande die Spuren des Bebens nicht mehr so augenfällig sind, bleiben Armut und Not immens, gehörte der Karibikstaat doch bereits vor dem Erdbeben zu den ärmsten Ländern der Welt. Auch dank der Spenden aus der Schweiz leisten die Partnerhilfswerke der Glückskette im Rahmen von 61 Hilfsprojekten einen  Beitrag zur Linderung dieser Not. Die meisten dieser von der Glückskette mitfinanzierten Projekte sind in der Abschlussphase. Es geht jetzt darum das Wissen und die Kompetenzen an die lokale Bevölkerung weiterzugeben, damit der positive Einfluss des Wiederaufbaus und der Rehabilitation nicht verpufft, sobald die Hilfswerke das Land verlassen. 2013 wollen die Glückskette und ihre Partnerhilfswerke die Phase der Konsolidierung der Hilfsprojekte abschliessen.

Zwischenbilanz nach drei Jahren

Nachdem die Partnerhilfswerke der Glückskette kurz nach der Katastrophe fast 7’000 Notunterkünfte aufgestellt hatten, wurden in den letzten drei Jahren unter anderem 1'900 Häuser repariert oder aufgebaut und daneben über 2’000 Latrinen und fast 1'500 Wasserreservoirs gebaut. Die bisher geleistete Unterstützung beinhaltet aber auch: Nahrungsmittelhilfe, medizinische Versorgung (Prävention und Behandlung von Cholera eingeschlossen), präventive und hygienische Massnahmen, Betreuung von Behinderten, Schutz von Kindern, psychosoziale Hilfe, Reparaturen von Schulen und Unterstützung von Schülern mit ihren Familien und für Familien, die Flüchtlinge aufnehmen, Wiederaufbau von Häusern, Ausbildung und Wiedereingliederung. Nach dem Ausbruch der Cholera 2011 engagierten sich einige der spezialisierten Partnerhilfswerke ausserdem in der Bekämpfung dieser tödlichen Krankheit. In Folge des Wirbelsturms «Sandy», der im Oktober über Haiti hinweggefegt ist und einige Zerstörung angerichtet hat, unterstützt die Glückskette drei weitere Nothilfeprojekte für die Betroffenen.

Die aktiven Partnerhilfswerke der Glückskette in Haiti sind:

ADRA, Ärzte ohne Grenzen Schweiz (MSF), Caritas Schweiz, Enfants du monde, Fastenopfer, Handicap International, Helvetas, HEKS, Iamaneh, Schweizerisches Rotes Kreuz, Medair, Médecins du Monde Suisse, Nouvelle Planète, Heilsarmee, Terre des Hommes Suisse, Terre des hommes - Kinderhilfe.

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Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

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13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

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