Erdbeben Haiti

Doppelte Herausforderung

  • 05.11.2013
  • Erdbeben Haiti

© Stefania Verzasconi

Anfang Oktober führte die Glückskette in Port-au-Prince ein dreitägiges Seminar durch. Dieses hatte zum Ziel, die seit dem Erdbeben im Januar 2010 in Haiti geleisteten Hilfsmassnahmen zu analysieren. Dabei wurden insgesamt 70 Wiederaufbau- und Instandsetzungsprojekte, welche von den Schweizer Partnerhilfswerken der Glückskette durchgeführt wurden, unter die Lupe genommen.

Unter dem Titel «Kann Soforthilfe nachhaltig sein?» befassten sich die Teilnehmer mit der doppelten Herausforderung der Hilfe in Haiti: Wie koordiniert und steuert man unter Berücksichtigung der komplexen lokalen Gegebenheiten den Wiederaufbau am effizientesten? Diese Komplexität kann von Spenderinnen und Spendern, aber auch von den Medien aus der Ferne nicht erfasst werden. Das Land war geschwächt und aus begreiflichen Gründen fehlte es lange an politschem Leadership und die zivile Gesellschaft musste neu aufgebaut werden.

Die Durchführung der von der Glückskette mitfinanzierten Projekte litt unter diesen Umständen, konnte sich verzögern oder musste stark verändert werden. Flexibilität war gefagt und zahlte sich aus. Die Strategie der Glückskette, sich vor allem auf den Wiederaufbau zu konzentrieren (2800 Häuser, 3200 Latrinen und 2270 Wasserzisternen), ging schliesslich auf. Sämtliche Projekte wurden abgeschlossen oder stehen vor dem Abschluss. Nach einhelliger Ansicht der Experten, die am Seminar in Port-au-Prince teilnahmen, sind Projekte dieser Art nachahmenswerte Beispiele.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.