Japan

Ein Meilenstein im Wiederaufbau Onagawas

  • 16.04.2012
  • Japan

© Masaaki Kamei / Japanese Red Cross

Dreizehn Monate nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan konnte am Sonntag in Onagawa das örtliche Spital- und Pflegeheim wieder bezogen werden. Der Umbau kam dank Spenden aus der Schweiz zustande. Tony Burgener, Direktor der Glückskette, konnte vor Ort den Abschluss der Arbeiten mitverfolgen und nahm an der Eröffnungsfeier teil.

Das durch den Tsunami beschädigte Spital in Onagawa wurde wieder instand gestellt und teilweise in ein Alters- und Pflegeheim umgebaut. Der gewaltige Tsunami hatte die unteren Stockwerke des ehemaligen Spitals verwüstet, dank der erhöhten Lage blieben die oberen jedoch verschont. 100 betagte und pflegebedürftige Menschen im Nordosten Japans konnten am Sonntag die Containerhäuser verlassen, in denen sie vorübergehend gelebt hatten. Das ehemalige Spital erhielt einen Wohntrakt mit 42 Einheiten für betagte Langzeitbewohner und eine Abteilung für Allgemeinmedizin mit 19 Betten.

Geld effizient eingesetzt

Glückskettedirektor Tony Burgener lobte an der Eröffnungsfeier die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren und betonte die Bedeutung des Projekts. «Dieses Projekt trägt eine grosse Symbolkraft und ist ein starkes Zeichen der Schweizer Solidarität mit der betroffenen Bevölkerung. Es ist zugleich ein erster grosser Meilenstein im Wiederaufbau Onagawas. Das Projekt kommt der älteren Bevölkerung zugute, genau denjenigen Menschen, deren Schicksal die Schweizer nach dem Tsunami am stärksten berührte», sagte Burgener anlässlich der Einweihung, an der auch der Schweizer Botschafter in Japan teilnahm. 22 Millionen Franken kostete das Bauprojekt, die Glückskette beteiligt sich mit 15 Millionen Franken.

«Beeindruckend schnell»

Das Schweizerische Rote Kreuz und Caritas Schweiz arbeiteten als Konsortium für dieses Projekt gemeinsam mit dem Japanischen Roten Kreuz und den lokalen Behörden. Martin Fuhrer, Leiter der Internationalen Abteilung des SRK, zeigte sich vor Ort aufgrund der ausgezeichneten Zusammenarbeit ebenfalls sehr zufrieden: «Ich bin beeindruckt, wie Japan mit der Bewältigung dieser Katastrophe umging und wie effizient sich die Zusammenarbeit mit allen an diesem Projekt beteiligten Akteure gestaltete. Noch nie konnte ein Wiederaufbauprojekt so schnell umgesetzt werden.»

Beim Tsunami vom 11. März 2011 wurden an der Nordostküste Japans 70 Prozent der Wohnhäuser zerstört, zwei Drittel der Bewohner dieser Region sind Rentner.

Tagesschau vom 15. April 2012 »
«Glückskette aktuell» vom 15. April 2012 »

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